Eine neue Onlinedatenbank inspiriert mit Positivbeispielen zur Transformation von Innenstädten. Sie steht auch im Kontext der Coronakrise.

Eine Onlineplattform mit Best-Practise-Beispielen zur Transformation und zur Belebung von Innenstädten ist vor wenigen Wochen gestartet. Die Plattform „Stadtimpulse“ (www.unsere-stadtimpulse.de) zeigt Beispiele für gelungene Projekte der Stadtgestaltung und der Mobilisierung der Stadtgesellschaft auf. Dabei handelt es sich laut Presseinformation um den „bundesweit ersten Best-Practise-Datenpool zertifizierter Projekte der Stadtentwicklung“.

Datenpool mit Ideen für die Innenstadt – Coronakrise stärkt Trends

Er wurde beim 14. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik am 3. Mai erstmals öffentlich durch Roland Wölfel, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens CIMA, vorgestellt. Gestartet wurde die Plattform vom Handelsverband Deutschland (HDE), dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland sowie CIMA. Gefördert wird „Stadtimpulse“ vom bayerischen Wirtschaftsministerium.

Ein Treiber der Plattform ist die Coronakrise. Sie rückt die Notwendigkeit, urbane Transformationsprozesse in den Innenstädten zu gestalten, stärker in den Fokus. Einer der Effekte der Pandemie auf die Zentren ist die Zunahme des Onlinehandels. Dies setzt den stationären Handel zusätzlich unter Druck und verstärkt den ohnehin stattfindenden Wandel der Branche. Zudem ringen Gastronomen und Gewerbetreibende aufgrund des Lockdowns in den Innenstädten um ihre Existenz.

Das hat zur Folge, dass viele Zentren unter Leerständen leiden. Städte stehen also vor der Herausforderung, gestaltend einzugreifen, wenn sie ihre zentralen Funktionen und die Frequenz der City erhalten wollen. Es geht um die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität in Zentren, aber auch um die Versorgung in Quartieren. Letztlich wirken diese Prozesse auch auf den Städtebau: Städte kommen vermehrt in die Rolle, Leerstände managen und neue Nutzungskonzepte für wichtige Immobilien finden zu müssen.

„Hilfestellung“ und Ideenpool für die Innenstadtentwicklung

In diesem Kontext möchte die neue Plattform Vorbilder der Stadtgestaltung aufzeigen. „Innenstädte und Ortskerne müssen angesichts der aktuellen Herausforderungen als Orte der Nutzungsvielfalt, der Kommunikation und der Lebensqualität gestärkt werden“, sagt DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Die neue Projektdatenbank wolle dazu eine „Hilfestellung“ geben. „Es gilt, von guten Beispielen der Innenstadtentwicklung zu lernen.“

Dabei seien die auf der Plattform gezeigten Beispiele auf ihre Qualität hin geprüft, erklärt Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. „Sie decken ein breites Spektrum von Handlungsmöglichkeiten für alle Innenstadtakteure ab.“ Ein Fokus liege auf der Skalierbarkeit erprobter und bewährter Maßnahmen in unterschiedlichen Handlungsfeldern.

Insofern könne der Projektpool eine „wertvolle Orientierungshilfe für den notwendigen Neustart der Innenstädte nach der Coronakrise“ bieten, sagt der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Der Datenpool soll laufend ergänzt und erweitert werden.

Plattform als „neue Allianz für die Innenstadt“

Das Portal verstehe sich auch hinsichtlich des Engagements der beteiligten Projektpartner als eine „neue Allianz für die Innenstadt“, sagt Wölfel. Daraus könnten weitere Initiativen zum Knowhow-Austausch wachsen.

Neue Best-Practise-Beispiele aus Städten seien willkommen, ruft Wölfel Kommunen zum Mitmachen auf. Um Qualitätsstandards zu gewährleisten, wird jedes Fallbeispiel vor der Aufnahme in den Datenpool zertifiziert. Darüber entscheidet eine Jury, die mit Vertretern der Initiatoren und gegebenenfalls Experten aus dem Kreise weiterer Partner besetzt ist.

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