Landaus OB Hirsch warnt vor gesellschaftlichen Folgen der drohenden Energiekrise. Starker gesellschaftlicher Zusammenhalt erforderlich.

Zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung des Städtetags Rheinland-Pfalz trafen sich Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Geschäftsführer Michael Mätzig in Landau, berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung. Die thematischen Schwerpunkte der Versammlung sollen auf Klimaschutz und Klimaanpassung liegen. „Die Hitzewelle und die drohende Energiekrise in Europa haben die gesellschaftlichen Diskussionen und Problemstellungen rund um Klimaschutz und Klimaanpassung noch einmal besonders deutlich gemacht,“ erklärten Hirsch und Mätzig.

Anpassungen und Einsparungen erforderlich

„Wir sehen in den Städten aktuell die ganze Bandbreite an Themen: vom Hitzeschutz über die Starkregenvorsorge bis zur Innenstadt-Begrünung“, sagte Hirsch, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Städtetags ist. Mätzig ergänzt: „Städte und Stadtgesellschaften stehen zurzeit vor der Herausforderung, abzuwägen, in welchen Bereichen Energie eingespart werden kann – und welche Konsequenzen für die Bevölkerung damit verbunden sind.“

„(Fast) alle sind sich einig, dass wir Gas, Strom und Co. sparen müssen,“ eröffnete Hirsch eine Reihe von Fragen. „Nur: Was ist unverzichtbar und was ‚kann weg‘? Was passiert mit Bädern und Sportstätten? Was wird aus den kommunalen Festen und dem gesamten Veranstaltungsgeschehen?“ In Landau wolle man solche Einschnitte vermeiden. Dann müssten aber alle Einsparpotenziale ausgeschöpft werden. Bei den Dienstgebäuden der Stadt werde das bereits umgesetzt.

Ausbau erneuerbarer Energien trifft auf Bedenken

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Förderung erneuerbarer Energie. Sie solle verstärkt werden auch um unabhängiger zu werden. Es gebe jedoch Bedenken gegen die Umsetzung vieler Projekte, wenn Beispielsweise Photovoltaik auf Freiflächen oder Windräder im Wald aufgebaut werden sollen. In Landau gebe es Diskussionen über die Geothermie. Die Themen würden „aber meist nur akut und anhand von konkret geplanten Maßnahmen behandelt.“

Der Städtetag wolle „den Blick weiten und auf die gesellschaftlichen Folgen des Kampfs gegen den Klimawandel und ganz besonders der drohenden Energiekrise aufmerksam machen.“ Hirsch und Mätzig appelierten an Bund und Länder, die Kommunen bei ihren Überlegungen einzubinden: „Wenn wir das Thema Energiekrise bewältigen wollen, brauchen wir einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein großes Stück gelebte Solidarität.

g.schilling@stadtvonmorgen.de

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