Die internationalen Spannungen in der Ukraine-Krise nehmen zu. Münsters OBM Markus Lewe nutzt die Städtediplomatie für ein Friedenszeichen.

Angesichts des aktuell zunehmend angespannten Verhältnisses zwischen Russland und westlichen Staaten in der „Ukraine-Krise“ setzt die Stadt Münster ein Zeichen der Städtediplomatie. Oberbürgermeister Markus Lewe, auch Präsident des deutschen Städtetags, wendet sich persönlich mit einem Brief und einer Videobotschaft an Yulia Rokotyanskaya, die Oberbürgermeisterin der russischen Stadt Rjasan. Rjasan ist eine Partnerstadt Münsters. Damit möchte Lewe ein „Friedenssignal“ senden.

Lewe: Signal der Freundschaft als „Herzensanliegen“

Derzeit spitzt sich die Lage an der Grenze zur Ukraine auch militärisch zu. International seien „erhebliche Unstimmigkeiten“ zu erleben, „die viele Menschen in Russland, in Deutschland, in der Ukraine, in Polen, wo auch immer in Europa beunruhigen“, sagt Lewe in seiner Videobotschaft. In solchen Zeiten sei es oft so, dass Menschen beginnen, übereinander schlecht zu sprechen, sich sogar zu beschimpfen. Dem gelte es, sich entgegen zu stellen.

Lewe beschreibt es als „Herzensanliegen“, deutlich zu machen, „wie kostbar und wie wertvoll Freundschaften, Städtepartnerschaften sind“. Seit 1989 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Münster und der über 500.000 Einwohner großen russischen Stadt. In zahleichen Begegnungen habe man in der Partnerschaft Gastfreundschaft und Gemeinsamkeiten erlebt sowie gegenseitiges Vertrauen aufgebaut.

„Menschen in den Städten müssen zusammenhalten“

Lewe zeigt die Perspektive auf, dass es auch gemeinsam mit anderen Städten in Deutschland und Russland gelingt, das Vertrauen ineinander zu erhalten und zu stärken. „Gerade in dieser Zeit müssen wir Menschen in den Städten zusammenhalten. Wir wissen, was wir einander bedeuten.“ Er hofft auf weitere gemeinsame Projekte und Kooperationen in der Zukunft. So könne die kommunale Ebene ein Verbindungsanker zwischen den Nationen sein.

Das Video ist über die Plattform Youtube hier abrufbar.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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