OBM Kurz unterstreicht beim Netzwerktreffen von Städten zum G7-Gipfel die Relevanz der lokalen Ebene für die gesellschaftliche Transformation.

Am Rande des G7-Gipfels in Großbritannien appellierte OBM Peter Kurz aus Mannheim heute an die Nationalstaaten, die Transformation zu einer nachhaltigeren Gesellschaft voranzubringen. In diesem Zusammenhang sei die Rolle der Städte maßgeblich und stärker zu gewichten als bisher. Kurz forderte eine „echte Multilevel-Governance“.

Investitionskraft der Städte in der Coronakrise essentiell

Der Mannheimer OBM sprach in seiner Rolle als Vorsitzender des Global Parliament of Mayors bei einer Veranstaltung der Core Cities UK, einer Interessenvertretung metropolitaner Städte im Vereinten Königreich. Dazu eingeladen waren Vertreter relevanter Städtenetzwerke aus allen G7-Ländern. Sie erörterten die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Coronakrise im urbanen Kontext.

Die Diskussion war geprägt von dem Tenor, dass die Investitionskraft der Städte im Kampf gegen die Krise essentiell sei. Auf der lokalen Ebene spiele sich die gesellschaftliche Transformation hin zu einer integrativeren, grüneren Wirtschaft ab.

Globales Denken auf allen Regierungsebenen

An die Nationalstaaten gerichtet, mahnte Kurz in diesem Sinne eine Änderung bestehender Strukturen an. „Eine Voraussetzung für den Erfolg bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen ist die Sicherstellung, dass wir auf lokaler Ebene die entsprechenden Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung haben“, so der Oberbürgermeister.

Die Krise habe bestehende Probleme wie den Klimawandel oder soziale Ungleichheiten noch einmal unterstrichen. Zudem habe sie neue Herausforderungen in den Bereichen der Gesundheit, der Bildung oder der Wirtschaft hervorgebracht. Die meisten davon seien miteinander verknüpft und könnten nur bewältigt werden, wenn auf allen Regierungsebenen global gedacht werde.

Kurz fordert „echte Multilevel-Governance“

Dabei kritisierte Kurz, dass während der Coronapandemie die wohlhabenden Nationen ihrer globalen Verantwortung, die mit dieser Macht einhergeht, nicht gerecht geworden seien. Auch den Städten, in denen sich ein Großteil des Reichtums der G7-Staaten konzentriere, komme eine große Verantwortung zu, die Kurz einfordert: „Wir können nicht darauf warten, dass man uns die Gelegenheit gibt, uns zu äußern. Wir müssen auf einer echten Multilevel-Governance bestehen. Wir müssen den Wandel fordern, den wir brauchen.“

2022 ist Deutschland Gastgeber des G7-Treffens. Der Austausch der Städtenetzwerke solle kein einmaliges Ereignis bleiben, so Kurz. Er setzt auf den Beginn eines strukturierten Dialogs der Städte in diesem Kontext.

Info: Core Cities UK

Im Netzwerk der Core Cities UK, der „Kernstädte UK“, sind die acht größten Städte Englands außerhalb Londons vertreten. Darunter sind Birmingham, Bristol, Leeds, Liverpool, Manchester, Newcastle, Nottingham und Sheffield. Die Gruppe besteht seit 15 Jahren.

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