Die Initiative „1.000 Schulen für unsere Welt“ hat bereits fünf Millionen Euro zusammengetragen. In ihr engagieren sich Kommunen global.

Die Initiative „1.000 Schulen für unsere Welt“ kann nach zweieinhalb Jahren bereits fünf Millionen Euro an Spendengeldern verbuchen. Dies teilten die kommunalen Spitzenverbände gestern mit. Ihre gemeinsame Initiative der Entwicklungszusammenarbeit zielt darauf ab, kommunales Engagement zielorientiert zu unterstützen. Dadurch sollen Spendengelder zugunsten der „Schlüsselressource Bildung“ fließen. Schirmherr ist Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Engagement für Bildung und Perspektiven vor Ort

Mit der Initiative wollen die kommunalen Spitzenverbände – der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Deutsche Landkreistag – im globalen Kontext einen Beitrag dazu leisten, Bildung zu fördern, Armut zu verringern und Perspektiven vor Ort zu schaffen. Sie rufen deutsche Kommunen, Bürger, die Wirtschaft und die jeweilige Stadtgesellschaft dazu auf, Spenden für Schulbauprojekte in Entwicklungsländern zu sammeln.

Damit schaffen die kommunalen Spitzenverbände eine Plattform und einen niedrigschwelligen Einstieg für Kommunen, sich in der Entwicklungszusammenarbeit zu engagieren. Das Engagement steht im Kontext der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, der Sustainable Development Goals (SDGs), die eine global nachhaltige Entwicklung forcieren.

Rund 60 deutsche Kommunen engagiert

Rund 150 Schulbauprojekte wurden laut Presseinformation unter dem Dach der Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ von deutschen Kommunen, Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen in über 20 Ländern auf drei Kontinenten bereits angestoßen. Über 90 dieser Schulbauprojekte sind voll finanziert, 66 Schulen wurden schon eröffnet.

Etwa 60 deutsche Städte, Landkreise und Gemeinden engagieren sich für die Initiative. „Sie setzen damit ein starkes Zeichen für faire Bildungschancen weltweit. Und sie tragen so auch ein Stück weit dazu bei, die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen“, sagt Helmut Dedy, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags.

Solidarität mit Kommunen im Globalen Süden

Trotz den außerordentlichen Belastungen der Coronakrise habe sich die Initiative weiter erfolgreich entwickelt, sagt DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Jüngst, seit Beginn der Pandemie, seien über 30 Schulbauprojekte hinzugekommen. „Dies zeigt die große Solidarität deutscher Kommunen mit Kommunen im Globalen Süden auch und gerade in Krisensituationen“, so Landsberg.

Weitere Infos zu dem Programm gibt es im Internet unter www.1000SchulenfuerunsereWelt.de. Das Foto oben zeigt Reinhard Sager (Landkreistag), Entwicklungsminister Müller, Uwe Zimmermann (DStGB) und Markus Lewe (Städtetag); von links.

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