Steinmeier und Mattarella würdigen die Zusammenarbeit deutscher und italienischer Kommunen. Sie setzen auch ein Zeichen für Städtediplomatie.

Auf seiner Italienreise hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella heute in Madrid die Vergabe eines Preises für kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien angekündigt.

„Preis der Präsidenten“ würdigt deutsch-italienische Städtediplomatie

Der „Preis der Präsidenten“ soll beispielhafte deutsch-italienische Partnerschaften auf kommunaler Ebene auszeichnen. Damit ist er ein institutionalisiertes Zeichen für die Bedeutung der Städtediplomatie zwischen den Nationen. Nach Informationen des Bundespräsidialamts soll er den Wert der grenzüberschreitenden kommunalen Zusammenarbeit im deutsch-italienischen Verhältnis betonen. Zudem ist er kommunalen Zukunftsthemen gewidmet.

Für die Auszeichnung kommen Partnerschaften und Projekte zwischen Kommunen, auch mittels gemeinnütziger Einrichtungen in Deutschland und Italien, infrage. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 200.000 Euro. Er wird hälftig von beiden Regierungen finanziert. Die erste Preisverleihung soll 2021 stattfinden. Vergeben wird der Preis in den Sparten Innovation, Kultur, Jugend und sozialer Zusammenhalt. Eine deutsch-italienische Jury entscheidet über die Preisträger.

Kommunale Partnerschaften unverzichtbar für Europa

Bei ihrem gemeinsamen Treffen würdigen Steinmeier und Mattarella die deutsch-italienischen Beziehungen vor dem Hintergrund der Coronakrise. Auf kommunaler Ebene habe sich eine starke Solidarität gezeigt – sowohl im europäischen Kontext als auch, was die speziellen Partnerschaften zwischen deutschen und italienischen Kommunen angeht. Darauf hatten Steinmeier und Mattarella zuletzt in einem gemeinsamen Schreiben an mehr als 800 deutsche und italienische Bürgermeister hingewiesen.

„Kommunale Partnerschaften sind ein unverzichtbarer Bestandteil der bilateralen Zusammenarbeit und eines gelebten Europas der Zivilgesellschaften“, heißt es in der heutigen Meldung des Bundespräsidialamts. Die Staatsoberhäupter treffen in Italien auch mit Bürgermeistern und Vertretern von Kommunalverbänden zusammen. Dabei stehen Fragen des grenzüberschreitenden Austauschs insbesondere in wichtigen Zukunftsbereichen auf dem Programm.

Unter anderem begleitet OBM Markus Lewe aus Münster die Italienreise des Bundespräsidenten. Deutschland und Italien verbinden über 400 Städtepartnerschaften.

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