Städtetagpräsident Burkhard Jung ergreift zum aktuellen Arbeitskampf das Wort: In der Coronakrise seien Streiks in Kitas unangebracht.

„Warnstreiks in Kitas erscheinen uns als ein völlig inadäquates Mittel, man könnte fast sagen ein aus der Zeit gefallenes.“ So kommentiert Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags und OBM aus Leipzig, im Anschluss an die heutige Präsidiumssitzung des kommunalen Spitzenverbands die derzeitigen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. In denen sind aktuell Streiks Teil der Auseinandersetzung.

OBM Jung fordert Lösungen am Verhandlungstisch

Jung appelliert an die Tarifpartner, zu konstruktiven Verhandlungen zurückzukehren. „Wir sitzen nicht am Verhandlungstisch“, so Jung, doch aus Sicht der Städte gelte es angesichts der krisenhaften Zeit, das Wort zu ergreifen. Es sei „schwer vermittelbar“, wenn Tarifforderungen nun ausgerechnet mit Streiks in Kitas durchgesetzt werden sollten.

In der Coronakrise seien Familien ohnehin stark belastet. So würden die Tarifauseinandersetzungen auf dem Rücken dieser Familien ausgetragen. Dies sei unangebracht. Jung fordert stattdessen eine „faire Lösung“ und einen Fortgang der Gespräche am Verhandlungstisch.

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