Düsseldorf hat eine Strategie für den Umgang mit E-Scootern. Die sieht einen Dialog mit Sharing-Anbietern vor. Dafür gibt es nun einen LoI.

Die Stadt Düsseldorf hat mit den Anbietern von E-Scooter-Sharing einen Letter of Intend (LoI) vereinbart. Diese Absichtserklärung soll eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ zwischen der Stadt und den Unternehmen begründen. Die Absprache mit den E-Scooter-Anbietern ist ein Aspekt der städtischen „Strategie für den Umgang mit E-Scooter-Sharing“. Die Strategie zielt darauf ab, die Konflikte, die sich auch mangels klarer Verkehrsregeln durch das teils wilde Abstellen von E-Scootern im öffentlichen Raum ergeben, zu entschärfen. Sie wurde im November beschlossen.

Letter of Intend: Düsseldorf kooperiert mit E-Scooter-Anbietern

Die neue Vereinbarung hat die Stadt mit fünf Anbietern getroffen, die E-Scooter auf städtischem Gebiet vermieten. Dabei handelt es sich laut städtischer Presseinformation um die Unternehmen Bird Rides Germany, Bolt Services, Limebike Germany, TIER Operations Germany und Voi Technology Germany.

Die Vereinbarung beinhaltet, dass die Anbieter möglichst festangestelltes Personal einsetzen, um den ordnungsgemäßen Einsatz und das Abstellen der Fahrzeuge an den Stationen stärker zu kontrollieren. Sollten Beschweren über verkehrsbehindernd abgestellte E-Scooter aufkommen, ist diesen innerhalb von bis zu anderthalb Stunden abzuhelfen. Darüber hinaus wollen die E-Scooter-Anbieter gemeinsam mit Stadt und Polizei präventiv im Sinne der Verkehrssicherheit wirken und sich etwa in entsprechende Aktionstage einbringen.

In einer App vernetzte Mobilität: E-Scooter und ÖPNV

Außerdem arbeiten die Stadt und die E-Scooter-Anbieter an weiteren Kooperationen, die auch das kommunale Nahverkehrsunternehmen, die Rheinbahn, betreffen. So wollen die E-Scooter-Unternehmen ihre Mobilitätsangebote in eine App des Verkehrsbetriebs einbinden. Auf diese Weise würden die E-Scooter als lokale Mobilitätsträger noch stärker mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vernetzt.

Zudem sollen an allen Bahnhöfen und an ausgewählten ÖPNV-Haltestellen Stationen für die Scooter entstehen. Überdies will die Stadt bis Ende 2022 50 Abstellflächen für die E-Scooter einrichten.

Im Sinne der Umweltverträglichkeit vereinbaren die Stadt und die Unternehmen ebenfalls gemeinsame Ziele. So sollen die E-Scooter zukünftig mit wechselbaren Akkus ausgestattet sein. Deren Austausch und das Einsammeln defekter E-Scooter soll ausschließlich mit emissionsarmen Fahrzeugen erfolgen.

Schließlich ist im Stadtgebiet die Gesamtflottenzahl der E-Scooter reglementiert, laut aktueller Pressemeldung auf insgesamt 8.400.

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