Fürths Oberbürgermeister Jung weist Bundesverkehrsminister Wissing auf Defizite bei der Onlinezulassung von E-Fahrzeugen hin.

Die Unmöglichkeit, E-Fahrzeuge online zuzulassen, sei ein „Armutszeugnis“ für die Bundesrepublik Deutschland. Das kritisiert Thomas Jung, Oberbürgermeister von Fürth. In einem Schreiben an Bundesverkehrs- und -digitalminister Volker Wissing macht Jung auf dieses Defizit aufmerksam.

Offenbar klemmt’s bei der Onlinezulassung von E-Fahrzeugen

Hintergrund seiner Kritik ist die Beschwerde eines Bürgers. Als er dieser nachgegangen sei, habe es sich bei einer Prüfung tatsächlich herausgestellt, dass es bundesweit derzeit keine Möglichkeit gebe, E-Fahrzeuge online zuzulassen. Dies teilt die Stadt Fürth heute in einer Pressemeldung mit. Dabei scheitere die Onlinezulassung insbesondere für Kraftfahrzeuge mit Hybridantrieb daran, dass das Merkmal „Reichweite“ aus der entsprechenden Fahrzeugdatenbank nicht abgerufen werden könne. So lasse sich die Anmeldung nicht abschließen.

„Die Bundesregierung fördert Elektromobilität mit Milliardenbeträgen und schließt dann bei ihren bundesweiten Onlineanwendungen Elektromobilität und insbesondere auch Hybridfahrzeuge aus“, sagt Jung. „Widersprüchlicher“ gehe Politik nicht.

Die Digitalisierung der Verwaltung gehöre zu den wichtigsten Transformationsaufgabe. „Wenn es dann nicht einmal gelingt, bei einer unkomplizierten, digitalen Zulassung Elektrofahrzeuge mit Benzin- und Dieselfahrzeugen gleichzustellen, dann kommen große Zweifel auf, wie das mit dem digitalen Fortschritt in Deutschland bestellt ist“, meint Jung. Daher bitte er Wissing um schnelle Abhilfe.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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