Straßburg setzt auf Straßenbahnen und den ÖPNV. Die deutsche Stadt Kehl ist Teil des Konzepts.

Die französische Metropole Straßburg setzt ein innovatives Verkehrskonzept um. Dessen Ziel ist es, den ÖPNV zu stärken und die Stadt vom Verkehr zu entlasten. Darin eingebunden ist auch die deutsche Nachbarstadt Kehl. Straßburg und Kehl verbindet neuerdings eine gemeinsame Tramlinie, die über den Rhein führt. Die OBM-Zeitung berichtet (Ausgabe 4/18) ausführlich über das Infrastrukturprojekt. Aktuell widmet sich auch die ARD mit ihrer Sendung plusminus dem modellhaften Verkehrskonzept Straßburgs. Der Beitrag ist noch bis zum 9. Januar 2020 in der ARD-Mediathek abrufbar.

 

Ein Element der Straßburger Verkehrspolitik ist der klare Fokus auf den ÖPNV. Dafür wurden neben dem Bussystem sechs Straßenbahnlinien entwickelt. Eine davon vernetzt Straßburg mit der deutschen Stadt Kehl auf der anderen Seite des Rheins. Es handelt sich um eine Renaissance der Tram: In den 1960er Jahren baute Straßburg seine Straßenbahnlinien zurück. OBM Roland Ries steht nun dafür, zu dieser Mobilitätsform zurückzukehren. Konzeptionell verknüpft mit den Buslinien und Park-and-Ride-Plätzen, bilden die Straßenbahnen eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Familienfreundliche Preise erhöhen deren Attraktivität. Wirtschaftsunternehmen tragen mit einer Verkehrsabgabe dazu bei, dieses auch sie begünstigende System zu finanzieren.

 

Die Verlängerung der Tramstrecke nach Kehl bedeutet für die deutsche Stadt eine wichtige infrastrukturelle Anbindung an die europäische Metropole. Auch hier nutzt die Stadt den Trambau als Impuls, um ihren ÖPNV weiterzuentwickeln. Dies erklärt der Kehler OBM Toni Vetrano im ausführlichen Interview mit der OBM-Zeitung.

 

Autor: Andreas Erb

 

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