Zwickau und Gera arbeiten an nachhaltiger Mobilität. Die vertraglich fixierte Kooperation läuft interkommunal und länderübergreifend.

Die thüringische Stadt Gera und die sächsische Stadt Zwickau arbeiten gemeinsam an nachhaltiger Mobilität. Die Zusammenarbeit an der „Mobilität der Zukunft“ haben die OBM beider Städte, Constance Arndt für Zwickau und Julian Vonarb für Gera, am vergangenen Donnerstag in Zwickau vertraglich besiegelt.

Gera und Zwickau vereinbaren Erfahrungsaustausch

Ziel der Kooperation ist der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen beiden Kommunen. Dieser soll die Übertragbarkeit von Ideen und Maßnahmen, die in einer Stadt umgesetzt und ergriffen werden, auf andere Kommunen sicherstellen. Begleitet werden die Städte dabei von zwei wissenschaftlichen Partnern, der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Dualen Hochschule Gera-Eisenach.

Der interkommunale Austausch in Sachen Mobilität steht zudem im Kontext des Projekts „Z-Move 2025“, dem „Zwickauer Mobilitätsmanagement für berufsbedingte Verkehrsbewegungen 2025“. Mit dem Forschungsprojekt nahm Zwickau erfolgreich am Wettbewerb „MobilitätsWerkStadt 2025“ des Bundesbildungsministeriums teil. Die Stadt wird in der ersten Phase mit 100.000 Euro zu 100 Prozent durch das Bundesministerium gefördert.

„Z-Move 2025“ widmet sich insbesondere dem Mobilitätsverhalten von Pendlern. Auf Basis einer Umfrage, die in der ersten Projektphase durchgeführt wurde, möchte die Stadt im zweiten Schritt konkrete Maßnahmen umsetzen, um die Verkehrs- und Mobilitätssituation für Pendler konkret zu verbessern. Zwickau hofft auch für die Umsetzungsphase auf Bundesförderung. Dabei wirft die Stadt unter anderem die Partnerschaft mit Gera in die Waagschale.

Skalierbare Lösungen für nachhaltige Mobilität in Städten

„Projekte wie Z-Move 2025 bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Städten zu vernetzen und gemeinsam an der Mobilitätswende zu arbeiten“, sagt Oberbürgermeisterin Arndt. Städte stünden vor der Herausforderung, „auch in Zukunft lebenswerten urbanen Raum für die Bevölkerung zu schaffen“. Dabei spielten die Organisation des Verkehrs und der Mobilität zentrale Rollen.

„Ziel sollte es sein, dass Städte deutschlandweit voneinander lernen und sich zusammen weiterentwickeln, denn die Fragen der Zeit können wir nicht allein beantworten“, so Arndt. In diesem Geist stehe die vertraglich fixierte Zusammenarbeit zwischen Gera und Zwickau.

Zwickau und Gera: „Bausteine der urbanen Verkehrswende“

In der Kooperation sprechen sich beide Städte dafür aus, sich regelmäßig über Mobilitätsprojekte auszutauschen und damit einen interkommunalen Transfer von Ergebnissen sicherzustellen. Man arbeite gemeinsam und länderübergreifend „an Bausteinen der urbanen Verkehrswende“ und daran, diese „schneller umsetzen zu können“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Partnerschaft ziele darauf ab, „die Mobilität der Zukunft für Deutschland aktiv mitzugestalten“, sagt Vonarb.

Das Foto oben zeigt die OBM Vonarb und Arndt (Mitte) sowie die Professoren Burkhard Utecht (Duale Hochschule Gera-Eisenach, links) und Tobias Teich (Westsächsische Hochschule Zwickau, rechts) bei der Vertragsunterzeichnung.

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