Städtetagpräsident Burkhard Jung begrüßt das Engagement der Bundesregierung für Moria – und fordert eine Reform des europäischen Asylsystems.

Deutsche Städte begrüßen die Bereitschaft der Bundesregierung, Menschen aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria aufzunehmen. Ein verheerender Brand hatte das Lager unlängst verwüstet. Zahlreiche Städte hatten in den vergangenen Tagen zusätzliche Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge bereitgestellt, um die Lage in Griechenland zu entlasten. Oberbürgermeister hatten die Bundesregierung dazu aufgefordert, diese Kapazitäten abzurufen.

Jung fordert nachhaltige Asyllösung für die EU

Der Präsident des Deutschen Städtetags, OBM Burkhard Jung aus Leipzig, begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, „allein mutig voranzugehen“. Damit setze Deutschland „ein Zeichen der Menschlichkeit“.

Gleichzeitig weist Jung auf ein offenkundiges Defizit in der EU hin: „Auf die schon lange stockende Reform des europäischen Asylsystems zu warten, wäre ein Fehler gewesen. Doch diese Reform muss endlich gelingen.“ Eine „dauerhafte und nachhaltige Lösung in Europa zum Umgang mit Flüchtlingen“ sei dringend nötig.

Deutschland geht mit Frankreich „mutig voran“

Nach Angaben der Bundesregierung werden nun 1.553 Menschen aus 408 Familien, die durch Griechenland bereits als Schutzberechtigte anerkannt worden sind, aufgenommen. Zudem wird Deutschland bis zu 150 unbegleitete minderjährige Asylsuchende aufnehmen. Diese Entscheidung ist Teil einer gemeinsamen Initiative mit Frankreich und weiteren EU-Staaten. Die Gesamtzahl der Menschen, die Deutschland von den griechischen Inseln übernimmt, beläuft sich auf rund 2.750.

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