Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron unterzeichnen am Dienstag den „Vertrag von Aachen“. Für die Stadt bedeutet das immense Anstrengungen.

Über den Rummel würde sogar der für die Stadt so prägende Karl der Große staunen. Die Kanzlerin, der französische Staatspräsident und eine historische Vertragsunterzeichnung: Aachen steht Kopf. Die Stadt rückt ins Brennglas der Weltpolitik. Auf dem Katschhof in der City ist großer Bahnhof. Dort hat heute der Aufbau eines großen Zeltes begonnen, in dem ein eigenes Pressezentrum mit 100 Arbeitsplätzen für Journalisten aus ganz Europa untergebracht wird. Große Ereignisse werfen eben ihre Schatten voraus.

 

Dabei handelt es sich doch eigentlich nur um zwei Unterschriften: Am kommenden Dienstag machen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron ihren Karlfriedrich unter den neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, den „Vertrag von Aachen“. Die Stadt, die ohnehin mit einer großen europäischen Historie aufwartet, ist damit ein weiteres Mal die Stätte eines für Europa wegweisenden Ereignisses. Darauf stimmt OBM Marcel Philipp am Freitagvormittag in einem Pressegespräch ein.

 

Doch die Vertragsunterzeichnung verspricht für Aachen nicht nur internationalen Glanz, sondern auch jede Menge Arbeit. Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Die Staatsgäste wirbeln das sonst so beschauliche Leben in der schmucken Altstadt gehörig durcheinander. Ganze Straßenzüge rund um das Rathaus werden mit Halteverboten belegt, wie die Stadt mitteilt. Aus Sicherheitsgründen macht die Polizei in machen Teilen des Zentrums sogar Läden und Lokale dicht. Hochkaräter von Weltrang erhalten indes Sonderfahrrechte durch die Straßen der Aachener City. Es ist, als käme Karl der Große höchstselbst zu Besuch.

 

Autor: Andreas Erb

 

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