Das Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ formuliert Forderungen.

„Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Gerd Landsberg. In diesem Tenor hat das Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ nun ein Kommuniqué vorgestellt. Unter anderem stellt es darin Forderungen an die Bundespolitik. Dazu zählt der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes und der 5G-Mobilfunkversorgung. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse weist das Bündnis auf die Infrastrukturen in ländlichen Räumen, etwa was Mobilität und Verkehr, Bildung, Gesundheit, Wohnen, Kultur oder Freizeit betrifft. Dabei schwingen auch Fragen der Finanzierung mit.

 

„In der Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse müssen wir nun schnell konkrete Maßnahmen definieren und umsetzen. Ohne die Weiterentwicklung von Fördermechanismen und nachhaltiger Infrastrukturfinanzierung ist kein echter Mehrwert für die ländlichen Räume zu erwarten“, sagt Landsberg. „Das gilt ebenso für eine am Bedarf orientierte Mobilität: Lebensqualität und wirtschaftliche Prosperität hängen schon jetzt essentiell von der realen und der digitalen Erreichbarkeit ab.“

 

Impulse für das Leben auf dem Land

 

Das Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ streitet unter dem Motto „Regional vernetzt, gemeinsam stark“ für die Belange ländlicher Räume. Bündnispartner sind das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, der Industrie- und Handelskammertag, der Zentralverband des Handwerks sowie von den kommunalen Spitzenverbänden der Landkreistag und der Städte- und Gemeindebund. Das Aktionsbündnis widmet sich grundlegenden Themen wie Digitalisierung, Nahversorgung, Fachkräftesicherung, ehrenamtlichem Engagement und regionaler Wertschöpfung in ländlichen Räumen.

 

„Der ländliche Raum ist unser Motor, er steckt voller Innovation und Dynamik. Vor allem ist er Heimat für die Mehrheit der Bevölkerung“, sagt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. 57 Prozent der Deutschen wohnten auf dem Land, das rund 90 Prozent der Bundesfläche ausmache. Dafür brauche es passende Rahmenbedingungen. „Moderne Infrastruktur, Digitalisierung, das Ehrenamt, die Nahversorgung und gute Standortfaktoren für Unternehmen gehören dazu“, so Klöckner. „Keine Gießkannenpolitik, sondern passgenaue Lösungen.“

 

Autor: Andreas Erb

 

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