Die Stadt Neu-Ulm strebt eine Kreisfreiheit an. Zum Landkreis Neu-Ulm bestehen aber Spannungen. Nun geht es um den ÖPNV.

Die Stadt Neu-Ulm möchte kreisfrei werden. Dort spricht man vom „NUxit“. Der Landkreis Neu-Ulm steht dem Vorhaben skeptisch bis ablehnend gegenüber. Daher behaken sich OBM Gerold Noerenberg und Landrat Thorsten Freudenberger. Jüngster Streitpunkt ist die Ausschreibung von ÖPNV-Leistungen im Stadtgebiet.

 

Bei einer möglichen Kreisfreiheit der Stadt Neu-Ulm, die bereits seit langem diskutiert wird und immer konkreter wird, spielt der ÖPNV eine zentrale Rolle. Die bayerische Stadt Neu-Ulm, die bereits in der Vergangenheit zusätzliche Linien in Eigenregie finanziert hatte, strebt eine noch engere Verbindung mit der benachbarten baden-württembergischen Stadt Ulm an. Beide Städte haben bereits Tochtergesellschaften wie die gemeinsamen Stadtwerke. Für die „Doppelstadt“ Ulm/Neu-Ulm wäre eine vernetzte Verkehrsinfrastruktur essentiell. Im Augenblick liegt die Zuständigkeit für den ÖPNV aber noch beim Landratsamt, das einige Buslinien, die auch das Neu-Ulmer Stadtgebiet betreffen, europaweit ausschreiben möchte. Die Laufzeit könnte bis 2026 reichen. Die Stadt, die sich bis dahin ihre Kreisfreiheit erhofft, pocht nun auf eine Mitsprache im Ausschreibungsprozess.

 

Im Falle einer Kreisfreiheit seien der Stadt aufgrund der langen Vertragslaufzeit die Hände gebunden, wollte sie den ÖPNV in ihrem Sinne weiterentwickeln, kritisiert OBM Noerenberg. Er hofft im weiteren Verlauf auf eine Beteiligung der Stadt Neu-Ulm an der ÖPNV-Planung. Dies teil die Stadt in einer Pressemeldung mit.

 

Autor: Andreas Erb

 

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