OBM Katja Dörner unterstreicht im Gespräch mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Relevanz von Kommunen zur Erreichung der Klimaziele.

Oberbürgermeisterin Katja Dörner aus Bonn hat am vergangenen Freitag bei einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, internationalen Bürgermeistern und hochrangigen Vertretern der Vereinten Nationen auf die Relevanz der Kommunen für die Erreichung der Klimaziele hingewiesen. Der Austausch widmete sich der Bewältigung der Coronakrise und Maßnahmen zur Klimaanpassung. Wie die Bundesstadt Bonn mitteilt, fragte UN-Generalsekretär Guterres gezielt nach konkreten Praxisbeispielen und Erfahrungen aus Kommunen.

Bekämpfung der Klimakrise: Bürger einbeziehen

Dabei sprach sich Dörner für eine stärkere Einbeziehung von Kommunen sowohl in die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens als auch in die Aufbauprogramme zur Bekämpfung der Coronakrise aus. Die Maßnahmen zur gesellschaftlichen Transformation im Zusammenhang mit der Klimaanpassung müssten mit den Aktivitäten zur Bewältigung der Coronapandemie verknüpft werden. Dabei gelte es, alle Regierungsebenen – auch die kommunale – an den Prozessen zu beteiligen.

Die lokale Ebene zeichne sich durch ihre Wirkkraft vor Ort aus. „Wir werden bei der Bekämpfung der Klimakrise und ihrer Folgen nicht erfolgreich sein, wenn es uns nicht gelingt, die Bürger in diesen Prozess einzubeziehen“, so Dörner. Es bedürfe einer größeren Unterstützung durch die jeweiligen nationalen Regierungen, dass die Kommunen wichtige Transformationsaufgaben wie die notwendige Verkehrswende hin zu einer neuen, nachhaltigeren Mobilität bewältigen können.

Klimaneutralität und sozialer Zusammenhalt als gemeinsame Aufgabe

Dörner plädiert für einen integrierten Blick auf die gesellschaftlichen Transformationsprozesse. Nachhaltigkeit gelinge nur auf Basis eines breiten Konsens. Klimaneutralität und sozialer Zusammenhalt müssten zusammengehen und als gemeinsame, gesellschaftliche Aufgabe begriffen werden. „Die Klimakrise macht keine Pause“, so die Oberbürgermeisterin. „Deshalb müssen wir unsere Prioritäten und Ressourcen für einen gerechten, fairen Wandel einsetzen, der alle mitnimmt.“

In vielen Städten zeichneten sich diesbezüglich vielfältige, pionierhafte Ansätze ab. Dies betreffe nicht zuletzt beispielsweise „mutige Entscheidungen zur Beschaffung“, so Dörner. „Jetzt ist es Zeit, dass nationale, europäische und andere Wiederaufbauhilfen ebenso wie Investitionen so gestaltet sind, dass sie nachhaltige Wirkung entfalten. Dazu gehört auch, dass Frauen gleichberechtigt von ihnen profitieren.“

Austausch über den Klimawandel und den Kampf gegen Corona

Das Gespräch geht auf eine Einladung des UN-Generalsekretärs infolge einer Initiative des Städtenetzwerks C40 zurück. Dörner nahm auch in ihrer Rolle als Vorstandsmitglied des internationalen Nachhaltigkeitsnetzwerks ICLEI (Local Governments for Sustainability) an der Runde teil. Zugeschaltet waren unter anderem die OBM von Los Angeles, Paris, Tokio, Mailand, Johannesburg und Rio de Janeiro. Neben Guterres waren für die UN die stellvertretende Generalsekretärin Amina Mohammed und UN-Habitat-Exekutivdirektorin Maimunah Sharif vertreten.

Bonn ist unter anderem Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen. Die UN sind mit mehr als 20 Einrichtungen in der Bundesstadt präsent.

Aktuelle Beiträge

Aktuelle News, Debattenbeiträge und urbane Zukunftsthemen. Zweiwöchentlich und kostenlos.
JETZT ANMELDEN »
Der Newsletter für die Transformation der Stadt.
Der Newsletter für die Transformation der Stadt:
News, Debattenbeiträge und urbane Zukunftsthemen. Zweiwöchentlich und kostenlos.
NEWSLETTER ABONNIEREN »