Grünes Zimmer reist durch Ruhrgebietsstädte. Anlaufstelle für Fragen rund um Klimaschutz und Klimaresilienz.

Der Wasserwirtschaftsverband Emschergenossenschaft und die Städte des Ruhrgebiets wollen die Innenstädte der Region begrünen. Gleichzeitig sollen die Städte vor Starkregen geschützt werden. Um die Diskussion über Klimaschutz und Klimaresilienz mit der Bevölkerung zu führen, macht die mobile „Klima.Insel“ der Zukunftsinitiative Klima.Werk Station in den Kommunen. Das offene, mit Pflanzen bestückte „grüne Zimmer“ informiert über wasserbewusste Stadtentwicklung durch Dächer- und Fassadenbegrünung, Flächenentsiegelung, und Versickerungsmöglichkeiten.

Mehr Grün und Blau in die Stadt

Bei der Eröffnung der Klima.Insel in Dortmund sagte Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband: „Den Folgen des Klimawandels wie Hitze, Dürre und Starkregen müssen wir uns auch in den Städten des Ruhrgebiets stellen, um diese negativen Effekte zu dämpfen, Vorsorge zu treffen und unsere Region weiter lebenswert zu gestalten.“ Auch Oberbürgermeister Thomas Westphal hob die Herausforderungen durch Klimaschutz und Klimafolgenanpassung hervor: „Unser Ziel ist es, mehr Grün und Blau auch in die City, in die Wohn- und Gewerbegebiete zu bringen.“

Klimaresilienz durch Entsiegelung und Begrünung

Anlässlich der zweitägigen Aktion am 10. und 11. August auf dem Petrikirchplatz in Dortmund informierte die Stadt über Beratungsmöglichkeiten zur Starkregenvorsorge und Fördermöglichkeiten für die Begrünung von Dächern und Fassaden. Anschließend machte das mobile grüne Zimmer am 12. und 13. August auf dem Antoniuskirchplatz in Herten Station. „Gerade in Zeiten, in denen die Temperaturen wieder die 30 Grad Marke knacken, ist es für jeden direkt zu spüren, was die Folgen von versiegelten und zugebauten Flächen sind“, sagte Hertens Stadtbaurätin Janine Feldmann. „Jede entsiegelte Fläche hilft zudem bei starken Regenfällen Überflutungen zu vermeiden und nebenbei Grundwasser zu bilden.“

Vom Flussumbau zur Quartiersentwicklung

Bereits seit 2005 arbeiten die 16 Städte der Emschergenossenschaft an einer „wasserbewussten Stadt- und Regionalentwicklung“. Nach Angaben des Wasserwirtschaftsverbands ist der Umbau der Emscher abgeschlossen und der Fluss frei von Abwässern. Nun gehe es darum, „die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern“. 2014 wurde die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ ins Leben gerufen und jetzt zur Zukunftsinitiative Klima.Werk weiterentwickelt.

g.schilling@stadtvonmorgen.de

 

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