Zur Weltklimakonferenz weist Städtetagpräsident Burkhard Jung auf die Klimaarbeit der Städte hin und fordert deren stärkeren Einbezug.

„Mehr Geld, mehr rechtliche Spielräume von EU, Bund und Ländern für die Städte“ fordert der Präsident des Deutschen Städtetags Burkhard Jung, OBM von Leipzig, in Sachen Klimaarbeit. „Gleichzeitig brauchen wir den globalen Schulterschluss. Städte gehören bei weltweiten Klimagipfeln an den Verhandlungstisch“, sagt Jung im Zusammenhang mit der Weltklimakonferenz COP26, die derzeit in Glasgow läuft.

Klimaschutz: Städte müssen stärker eingebunden werden

Ohne die Städte sei die Jahrhundertaufgabe Klimaschutz nicht zu meistern. Längst übernähmen Kommunen diesbezüglich Vorbildfunktionen im globalen Kontext. Der European Green Deal zeige einen Gestaltungsrahmen zur Klimaneutralität bis 2050 auf, gleichwohl verfolgten viele Städte weitaus ambitioniertere Ziele. Exemplarisch verweist Jung zudem auf internationale Klimapartnerschaften zwischen Kommunen.

Daher müssten Städte Teil der nationalen Delegationen und in einen strukturierten nationalen Dialog im Vorfeld von Weltklimakonferenzen eingebunden sein, meint Jung. Er richtet sich auch an den Bund: „Der von der Bundesregierung angekündigte Klimaclub für internationalen Austausch und Verabredungen für den Klimaschutz sollte die städtische Ebene stark einbeziehen.“

Städte mit „großen Erwartungen“ an Weltklimakonferenz

An die Weltklimakonferenz hätten die Städte „große Erwartungen“, sagt Jung. „Wir brauchen ambitionierte Schritte für mehr Klimaschutz und starke Unterstützung für die Städte in den nächsten Jahren.“ Der Klimawandel verlange nach raschem Handeln.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität sei die Mobilität ein entscheidendes Handlungsfeld. Der Verkehrssektor berge „viel Potenzial, um den CO2-Ausstoss weltweit deutlich zu reduzieren“, meint Jung. „Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt, autonom und elektrisch.“ Um diese zu gestalten, komme den Städten ebenfalls eine maßgebliche Rolle zu. Und auch dafür bräuchten sie die Unterstützung der nationalen und supranationalen Ebenen.

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