Weltweit setzen Städte mit der Earth Hour ein Zeichen für den Klimaschutz. In diesem Jahr steht die Aktion im Zeichen der Coronakrise.

Die weltweite Aktion „Earth Hour“ findet am kommenden Samstag, 28. März, statt. Viele Städte beteiligen sich daran. Durch das symbolische Abschalten der Beleuchtung prominenter Gebäude für den Zeitraum einer Stunde von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr setzen sie ein Zeichen für den Klimaschutz, für Ressourcenschonung und gegen übermäßigen Energieverbrauch. In vielen Städten steht die Aktion in diesem Jahr aber im Zeichen der Coronakrise. Begleitevents werden abgesagt.

Dies betrifft etwa die hessische Stadt Fulda, die sich als erste deutsche „Sternenstadt“ ohnehin für eine Reduzierung der Lichtemissionen und einen sternenklaren Nachthimmel einsetzt. Dort entfällt das zur Earth Hour geplante Rahmenprogramm mit Führungen und Infoständen. Dennoch engagiert sich die Stadt für die Earth Hour und schaltet etwa die Beleuchtung des Domes und der Orangerie aus.

Ähnliches gilt fürs hessische Marburg. Auch dort wird die Beleuchtung markanter Bauten für eine Stunde abgeschaltet – aufgrund der Coronapandemie findet dies allerdings ohne Publikum statt. Die Stadt ruft die Bürger dennoch dazu auf, die Earth Hour zum Wohle des Planeten zuhause zu begehen, dort das Licht auszuschalten und die Zeit zur Auseinandersetzung mit Themen des Umwelt- und Klimaschutzes zu nutzen.

Baustein zur Klimaneutralität

Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart beteiligt sich ebenfalls an der Earth Hour. Es gehe beim Lichtausschalten weniger um die kurzfristige Energieeinsparung, als vielmehr um die symbolische Geste im Sinne des Klimaschutzes, teilt die Stadt in einer Presseinformation mit. Sie fordert die Bürger dazu auf, gleiches zu tun.

Für Stuttgart sei die Teilnahme an der Earth Hour „nur ein kleiner Baustein auf dem Weg bis zum Jahr 2050“. Dann will die Stadt eine klimaneutrale Landeshauptstadt sein, also eine Energieversorgung ohne fossile Energieträger wie Kohle oder Öl sicherstellen. Dafür hat OBM Fritz Kuhn im vergangenen Jahr das Aktionsprogramm „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“ initiiert. Es umfasst Sofortmaßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung in Höhe von 200 Millionen Euro.

Die Earth Hour ist ein publikumswirksamer Ausdruck dieser Anstrengungen. Das Foto oben zeigt Stuttgart bei Nacht.

Weltweit engagieren sich Städte für die Earth Hour

Weltweit hüllen tausende Städte zur Earth Hour bekannte Bauwerke und Monumente als Zeichen für den Klimaschutz in Dunkelheit. Darunter sind markante Bauten wie das Brandenburger Tor in Berlin, der Big Ben in London oder die Christusstatue in Rio de Janeiro.

Die Earth Hour findet in diesem Jahr zum 14. Mal statt. Sie geht zurück auf eine Aktion im australischen Sydney. Initiiert ist sie vom World Wide Fund of Nature. Global neben mehr als 7.000 Städte in über 180 Ländern an ihr teil. 2019 waren es in Deutschland 398 Städte.

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