Städte bringen den Klimaschutz voran. Dies geschieht allerdings mannigfaltig und unübersichtlich. Es braucht mehr interkommunale Abstimmung.

Die Relevanz der Kommunen für die europäischen Klimaschutzziele ist hoch. Der European Green Deal, also die Klimaneutralität des Kontinents, funktioniert nicht ohne „die Basis“. Das Engagement für den Klimaschutz vor Ort ist entscheidend für das Gelingen des großen, europäischen, ja, des globalen Ziels einer grünen, sauberen, gesunden Gesellschaft.

Vernetzung in der kommunalen Nachhaltigkeitspolitik

Insofern ist es schlüssig und geboten, dass sich Städte engagieren. Es ist nachvollziehbar, dass sie in multinationale Entscheidungsprozesse, was den zuvorderst sie betreffenden Klimaschutz angeht, eingebunden werden wollen. Dass sie ihre diesbezüglichen Argumente gegenüber den nationalen und internationalen Instanzen sichtbar und hörbar machen wollen, ist ebenso folgerichtig. Es bedarf jedoch einer Vernetzung der vielen kommunalen Anstrengungen, um diesen in Summe mehr Gewicht zu verleihen.

Mannigfaltige Initiativen sorgen für Unübersichtlichkeit

Dabei geht im Augenblick aber einiges Durcheinander – beziehungsweise nebeneinander her. Die Stadt Mannheim versteht sich als Pilotstadt, was einen Lokalen Green Deal angeht. Die Stadt Regensburg formt ebenfalls längst einen Lokalen Grünen Deal. Die Stadt München tritt dem „Green City Accord“ bei. Und das europäische Städtenetzwerk „Eurocities“ formt eine Bürgermeisterallianz, die „Mayors Alliance for the European Green Deal“, unter anderem mit Leipzig, Münster, Bonn, Düsseldorf, Dortmund und Hannover. Ganz abgesehen von Nachhaltigkeitsnetzwerken wie ICLEI, die sich das Thema ohnehin auf die Fahnen geschrieben haben, sowie den mannigfaltigen Aktivitäten anderer Städte wie Aachen oder Freiburg (Foto oben).

Abstimmung über gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Initiativen erst bilden und Organisationsformen erst ausdifferenzieren müssen. Doch es hilft nichts, ähnlich gelagerte Vorstöße parallel zu unternehmen. Hier bedarf es eines offenen Auges der jeweiligen Städte für das Engagement der anderen – und einer Vernetzung anstelle immer neuer Initiativen. Und eine Abstimmung über gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards in der täglichen Verwaltungspraxis brächte das Thema ebenfalls voran.

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