Die Linke-Politikerin Kröger gewinnt die Oberbürgermeisterwahlen in Rostock. Vorgänger Madsen ist Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein.

Eva-Maria Kröger ist neue Oberbürgermeisterin der Hansestadt Rostock. Bei der gestrigen Stichwahl erreichte die Politikerin der Partei Die Linke über 58 Prozent der abgegebenen Stimmen. Einzelbewerber Michael Ebert kam auf knapp 42 Prozent. Die Stichwahl wurde nötig, da bei der Oberbürgermeisterwahl am 13. November keiner der 17 Kandidaten die absolute Mehrheit erhielt. Kröger führte das Feld mit 25 Prozent vor Ebert (23 Prozent) an.

Madsen Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein

Zur Oberbürgermeisterwahl kam es, da der seit 2019 amtierende, parteilose Claus Ruhe Madsen zum Wirtschafts- und Verkehrsminister von Schleswig-Holstein berufen wurde. In seiner kurzen Amtszeit als Oberbürgermeister prägte der ehemalige Unternehmer Madsen die Hansestadt mit einem unkonventionellen Führungsstil. Für Rostock erfand er das Label einer „Smile City“, einer offenen und lebensbejahenden Stadt. Unter diesem Motto läuft auch die Digitalisierung in Rostock. Die Hansestadt nimmt am Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ teil.

Inspiriert von seiner dänischen Heimatstadt Kopenhagen setzte Madsen mit seinem Fokus auf den Ausbau des Rad- und Fußverkehrs in Rostock außerdem einen zukunftsweisenden Akzent in der Stadtentwicklung. Zudem machte er zu Beginn der Coronakrise mit innovativen Lösungsvorschlägen von sich und Rostock Reden – unter anderem promotete er die Corona-App luca. Im Juni 2021 begleitete Madsen den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf einer Staatsreise nach Dänemark. In diesem Kontext regte der Däne an, die Verbindungen über die Ostsee und den „Korridor“ Kopenhagen-Rostock-Berlin zu stärken.

Kröger als bürgernahe Kümmerin

Madsens Nachfolgerin Kröger ist 1982 in Rostock geboren. Unter anderem ist sie seit 2016 Landtagsabgeordnete für Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern. Im Wahlkampf positionierte sich die Politikwissenschaftlerin als bürgernahe Kümmerin. „Wir wollen unsere Schulen und Kitas sanieren, klimaneutral sein, lebendige Stadtteilzentren und Sportstätten schaffen, günstige Tickets für Bus und Bahn sichern und natürlich geht es auch um sichere Geh- und Radwege“, sagt Kröger. Ein Datum für die offizielle Amtsübernahme steht nach Angaben der Stadt noch nicht fest.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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