In Sachsen liefen gestern 22 Oberbürgermeisterwahlen. In vier Städten ist ein zweiter Wahlgang nötig: in Borna, Dresden, Radeberg und Wurzen.

Im Freistaat Sachsen fanden am Wochenende in 22 Städten Oberbürgermeisterwahlen statt. In zwölf Städten konnte sich der Amtsinhaber durchsetzen. In fünf Rathäusern kommt es zu einem Führungswechsel. Ein zweiter Wahlgang ist in vier Städten nötig. Dies betrifft auch die Landeshauptstadt Dresden. Dort erreichte der amtierende Oberbürgermeister Dirk Hilbert zwar die meisten der abgegebenen Stimmen, verfehlte allerdings die absolute Mehrheit. Bereits zum zweiten Mal gewählt wurde am Sonntag in Delitzsch: Dort ist Manfred Wilde (Foto oben) im Amt bestätigt.

Amtswechsel in fünf Rathäusern

Auerbach/Vogtland: Manfred Deckert verliert die Oberbürgermeisterwahl von Auerbach. Der Amtsinhaber erreicht nur 34,3 Prozent der Stimmen. Überflügelt wird er von Jens Scharff, der 56,1 Prozent gewinnt. Auf den für die CDU angetretenen Stefan Reißmann fallen 9,6 Prozent.

Bautzen: Einen Wechsel an der Spitze der Stadtführung gibt es in Bautzen. Dort verliert Alexander Ahrens die Oberbürgermeisterwahl deutlich. Ahrens erreicht im ersten Wahlgang nur 14,3 Prozent der Stimmen. Insgesamt waren vier Kandidaten angetreten. Davon gewinnt Karsten Vogt mit 53,9 Prozent die Wahl bereits im ersten Anlauf.

Glauchau: Marcus Steinhart ist neuer Oberbürgermeister von Glauchau. Der CDU-Mann gewinnt im ersten Wahlgang 57 Prozent der Stimmen. Insgesamt bewarben sich sechs Kandidaten um die Nachfolge von Peter Dresler, der nicht mehr antrat.

Oschatz: David Schmidt wird Nachfolger von Andreas Kretschmar als Oberbürgermeister von Oschartz. Schmidt erreicht bei der gestrigen Wahl 52 Prozent der Stimmen. Tobias Heller von der AfD landet mit 18,8 Prozent auf dem zweiten Platz. Es traten fünf Kandidaten an.

Sebnitz: Ronald Kretzschmar setzt sich bei der Wahl zum Oberbürgermeister von Sebnitz gegen Julian Ipsen durch. Auf Kretzschmar fallen 77,4 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Mike Ruckh kandidierte nicht mehr.

Zwölf Amtsinhaber im ersten Wahlgang bestätigt

Bischofswerda: Holm Große bleibt unangefochten Oberbürgermeister von Bischofswerda. Im ersten Wahlgang erreicht Große über 93 Prozent der Stimmen.

Eilenburg: Ralf Scheler kann sein Amt als Oberbürgermeister von Eilenburg behaupten. Er gewinnt knapp 76 Prozent der Stimmen gegen Mathias Teuber.

Freiberg: Sven Krüger verteidigt seinen Posten im Rathaus von Freiberg gegen vier Herausforderer. Bei der Wahl zum Oberbürgermeister erreicht er knapp 75 Prozent der Stimmen.

Freital: Uwe Rumberg geht in eine weitere Amtszeit als Oberbürgermeister von Freital. Bei der Wahl erreicht er über 60 Prozent der Stimmen und lässt damit drei Herausforderer hinter sich.

Grimma: Matthias Berger erzielt im ersten Wahlgang über 85 Prozent der Stimmen. Damit setzt er sich im Ringen um das Amt des Oberbürgermeisters von Grimma in einem Kandidatenfeld von insgesamt drei Bewerbern durch.

Großenhain: Sven Mißbach bleibt Oberbürgermeister von Großenhain. Er erringt knapp 77 Prozent der Stimmen gegen Sebastian Bieler.

Marienberg: Mit deutlichen 95,7 Prozent der Stimmen ist Andre Heinrich als Oberbürgermeister von Marienberg wiedergewählt.

Mittweida: Ralf Schreiber bleibt Oberbürgermeister von Mittweida. Auf ihn fallen 96,7 Prozent der Stimmen.

Radebeul: Bert Wendsche geht in eine weitere Amtszeit als Oberbürgermeister von Radebeul. 74,6 Prozent der Wähler stimmten für ihn. Insgesamt traten drei Kandidaten an.

Rochlitz: Frank Dehne setzt seine Arbeit als Oberbürgermeister von Rochlitz fort. Auf ihn fallen 97 Prozent der Stimmen.

Zittau: Thomas Zenker führt weiter die Geschicke der Stadt Zittau. Bei der Wahl zum Oberbürgermeister fallen 71,8 Prozent der Stimmen auf ihn. Herausforderer Jörg Domsgen von der AfD kommt auf 28,2 Prozent der Stimmen.

Zschopau: Arne Sigmund verteidigt das Amt des Oberbürgermeisters von Zschopau gegen Mirko Caspar. Auf Sigmund fallen 58,5 Prozent der Stimmen.

Zweiter Wahlgang in fünf Städten

Borna: Amtsinhaberin Simone Luedtke erreicht bei der Oberbürgermeisterwahl 38,6 Prozent der Stimmen. Zwar führt sie damit die Liste der fünf Bewerber um den Oberbürgermeisterposten an. Da sie allerdings die absolute Mehrheit verfehlt, kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Nach der Linke-Politikerin erhält Oliver Urban von der SPD mit 29,1 Prozent die zweitmeisten Stimmen. Der zweite Wahlgang ist am 3. Juli.

Dresden: Amtsinhaber Dirk Hilbert, der für ein Wählerbündnis antritt, liegt nach dem ersten Wahlgang ebenfalls mit deutlichem Abstand an der Spitze der Kandidaten. Allerdings kommt es auch in Dresden zum zweiten Wahlgang, weil Hilbert mit 32,5 Prozent die absolute Mehrheit verpasst. Ihm folgen die grüne Politikerin Eva Jähnigen mit 18,9 Prozent und Maximilian Krah von der AfD mit 14,2 Prozent. Insgesamt bewerben sich in Dresden neun Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters. Zweiter Wahlgang ist am 10. Juli.

Radeberg: Bei der Oberbürgermeisterwahl in Radeberg liegt Katja Mulansky, die für CDU, SPD und Grüne kandidiert, vorne. Auf sie fallen 40,6 Prozent der Stimmen. Sie tritt gegen die Einzelbewerber Heinz Höhme (33,5 Prozent im ersten Wahlgang), Holger Prade (21,2 Prozent) und Uwe Kranz (4,7 Prozent) an. Der zweite Wahlgang findet am 3. Juli statt. Amtsinhaber Gerhard Lemm bewirbt sich nicht um eine weitere Amtszeit.

Wurzen: Marcel Buchta erreicht 31,9 Prozent der Stimmen bei der Oberbürgermeisterwahl in Wurzen. Dies macht einen zweiten Wahlgang am 3. Juli nötig. Insgesamt bewerben sich sieben Kandidaten um das Amt. Sarah Fischer von der CDU erreicht im ersten Wahlgang mit 21 Prozent den zweiten Platz. Der bisherige Oberbürgermeister Jörg Röglin tritt nicht wieder an.

Delitzsch: Der zweite Wahlgang fand am Sonntag in Delitzsch bereits statt. Dabei erreichte Amtsinhaber Manfred Wilde 54,5 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen verpasste er noch knapp mit 46,9 Prozent die absolute Mehrheit gegen drei Herausforderer.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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