In Niedersachsen werden parallel zu den Kommunalwahlen in mehreren Städten auch die Oberbürgermeister gewählt. Meist kommt es zur Stichwahl.

Zeitgleich zu den Kommunalwahlen fanden gestern in Niedersachsen diverse Oberbürgermeisterwahlen statt. Dabei können Frank Klingebiel in Salzgitter (Foto oben), Claudio Griese in Hameln und Ingo Meyer in Hildesheim ihre Ämter verteidigen. In Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Lüneburg, Delmenhorst und Osnabrück kommt es zu Stichwahlen, da keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erringt. Dies zwingt auch die Amtsinhaber in Goslar und Oldenburg, Oliver Junk und Jürgen Krogmann, in einen zweiten Wahlgang. Die Stichwahl findet parallel zur Bundestagswahl am 26. September statt.

Amtsinhaber in Goslar und Oldenburg müssen in Stichwahl

Dabei deutet sich in Goslar ein Amtswechsel an. Oberbürgermeister Oliver Junk von der CDU erringt im ersten Wahlgang lediglich rund 32 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin von der SPD, die Kandidatin Urte Schwerdtner, erreicht fast die absolute Mehrheit und nur knapp unter 50 Prozent der Stimmen. So kommt es zur Stichwahl in Goslar zwischen beiden Politikern.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dominiert zwar das Kandidatenfeld bei der OBM-Wahl in Oldenburg, verpasst aber die absolute Mehrheit. Der SPD-Politiker erreicht knapp 41 Prozent der Stimmen bei insgesamt sechs Kandidaten. In der Stichwahl fordert den Amtsinhaber der parteilose, von den Grünen unterstützte Daniel Fuhrhop heraus.

OBM in Salzgitter, Hildesheim und Hameln bestätigt

In Salzgitter geht Frank Klingebiel in einer weitere Amtszeit. Der CDU-Politiker ist bereits seit 2006 Oberbürgermeister der Stadt. Bei der gestrigen Wahl erreichte er im ersten Wahlgang knapp 55 Prozent der Stimmen und siegte somit deutlich vor seinen vier Herausforderern.

Auch Ingo Meyer bleibt Oberbürgermeister von Hildesheim. Der parteilose Meyer geht in eine zweite Amtszeit. Im ersten Wahlgang erreichte er knapp 59 Prozent der Stimmen. Vier Herausforderer waren gegen ihn angetreten.

In Hameln startet Claudio Griese von der CDU in seine zweite Amtszeit. Er erreichte knapp 52 Prozent der Stimmen. Gegen ihn traten fünf Herausforderer an.

Keine Entscheidung: Braunschweig, Wolfsburg und Co.

Keine Entscheidung gibt es hingegen in Braunschweig. Hier tritt OBM Ulrich Markurth (SPD) bei der Wahl nicht wieder an. Acht Kandidaten bewarben sich um seine Nachfolge. Im ersten Wahlgang erreichen Thorsten Kornblum von der SPD rund 38 Prozent und Kaspar Haller von der CDU rund 27 Prozent der Stimmen. Beide müssen in die Stichwahl.

Einen zweiten Wahlgang gibt es auch in Wolfsburg. Dort scheidet Amtsinhaber Klaus Mohrs (SPD) aus. Für Dennis Weilmann von der CDU, der 43 Prozent der Stimmen erreichte, und die parteilose Iris Bothe, die 32 Prozent der Stimmen errang, geht es ins Finale.

In Göttingen bewarben sich um die Nachfolge von OBM Rolf-Georg Köhler (SPD) fünf Kandidaten. Keiner erreichte die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Daher kommt es zum Stechen zwischen Petra Broistedt von der SPD (rund 33 Prozent im ersten Wahlgang) und Doreen Fragel von den Grünen (knapp 29 Prozent).

Einen für die Hansestadt Lüneburg personell besonders einschneidendes Wahlergebnis ist von der Stichwahl am 26. September zu erwarten. Dann entscheidet sich nämlich die Nachfolge von OBM Ulrich Mägde (SPD). Seit 1991 ist Mägde Oberbürgermeister der Stadt. Acht Kandidaten bewarben sich um den Posten. Der Wahlkampf spitzt sich nun zu: auf Johanna Kalisch von den Grünen, auf die im ersten Wahlgang knapp 34 Prozent der Stimmen fielen, und den parteilosen Heiko Meyer, der knapp 23 Prozent errang.

In Delmenhorst regiert zukünftig erstmals eine Frau. Unter elf Kandidaten qualifizierten sich Petra Gerlach von der CDU mit rund 45 Prozent der Stimmen und Funda Gür von der SPD mit 21 Prozent für den zweiten Wahlgang. Eine von ihnen folgt dann Axel Jahnz nach; der SPD-Politiker war nicht mehr angetreten.

Auch in Osnabrück stellt sich der Amtsinhaber, Wolfgang Griesert von der CDU, nicht der Wiederwahl. Und auch hier wird die Nachfolge weiblich. In die Stichwahl um das Amt der Oberbürgermeisterin haben es von acht Kandidaten Katharina Pötter (CDU, 36 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang) und Annette Niermann (Grüne, 27 Prozent) geschafft.

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