Parallel zur Bundestagswahl wurden in Niedersachsen diverse OBM gewählt, unter anderem in Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg.

Parallel zur Bundestagswahl fanden in Niedersachen gestern in verschiedenen Städten Stichwahlen um das Amt des Oberbürgermeisters statt. In Goslar löst Urte Schwerdtner den Amtsinhaber Oliver Junk ab. In Oldenburg hingegen verteidigt Jürgen Krogmann seine Position als Oberbürgermeister. In Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Lüneburg, Delmenhorst und Osnabrück waren die Amtsinhaber nicht mehr angetreten.

Personalwechsel in Goslar, Kontinuität in Oldenburg

Im Rathaus von Goslar kommt es zu einem Amtswechsel. Die SPD-Politikerin Urte Schwerdtner erreichte bei der Stichwahl mit knapp 63 Prozent der Stimmen einen deutlichen Wahlsieg über den Amtsinhaber Oliver Junk (CDU). Bereits im ersten Wahlgang lang Schwerdtner vorne, verpasste die absolute Mehrheit allerdings knapp.

Dagegen bleibt Jürgen Krogmann Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg. In der Stichwahl erhielt er rund 54 Prozent der Stimmen. Auf seinen Herausforderer Daniel Fuhrhop, der parteilos und nominiert von den Grünen angetreten war, entfielen knapp 46 Prozent. Bereits im ersten Wahlgang dominierte der SPD-Politiker Krogmann das Kandidatenfeld.

Göttingen, Lüneburg, Delmenhorst, Osnabrück werden weiblich

Die Spitze der Stadt Göttingen bleibt weiterhin in der Hand der SPD. Bei der Stichwahl um das Amt der Oberbürgermeisterin erreichte Petra Broistedt rund 53 Prozent der Stimmen. Damit liegt sie knapp vor der grünen Bewerberin Doreen Fragel. Amtsvorgänger Rolf-Georg Köhler, ebenfalls von der SPD, kandidierte nicht mehr.

Claudia Kalisch ist Nachfolgerin von Ulrich Mädge als Oberbürgermeisterin der Stadt Lüneburg. In der Stichwahl erreichte die grüne Kalisch über 55 Prozent der Stimmen. Der parteilose Heiko Meyer kam lediglich auf rund 45 Prozent. SPD-Urgestein Mädge war seit 1991 Oberbürgermeister der Stadt und durfte aus Altersgründen nicht noch einmal zur Wahl antreten.

Petra Gerlach ist Oberbürgermeisterin der Stadt Delmenhorst. Sie dominierte die gestrige Stichwahl deutlich und erreichte knapp 68 Prozent der Stimmen. Gerlach trat für die CDU an, unterstützt von den Grünen. Funda Gür von der SPD kam auf rund 32 Prozent der Stimmen. Der bisherige Oberbürgermeister Axel Jahnz von der SPD warf bei der Wahl seinen Hut nicht mehr in den Ring.

In Osnabrück wird Katharina Pöttner Nachfolgerin von Wolfgang Griesert. Pöttner, wie Griesert von der CDU, erreichte über 56 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl. Bereits im ersten Wahlgang lag sie vor Anette Niermann von den Grünen. Griesert stellte sich nicht wieder zur Wahl.

Favoriten machen das Rennen: Braunschweig und Wolfsburg

Mit deutlicher Mehrheit hat Thorsten Kornblum die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Braunschweig für sich entschieden. Der SPD-Politiker erreichte knapp 66 Prozent der Stimmen gegenüber Kaspar Haller von der CDU. Bereits im ersten Wahlgang lag Kornblum in Front. Der bisherige Amtsinhaber Ulrich Markurth stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Dennis Weilmann (Foto oben) ist neuer Oberbürgermeister von Wolfsburg. Der CDU-Politiker erreichte im ersten Wahlgang zwar die meisten Stimmen, jedoch nicht die absolute Mehrheit. In der Stichwahl setzte er sich mit rund 56 Prozent der Stimmen gegen Iris Bothe (SPD) durch. Damit folgt er Klaus Mohrs (SPD) nach, der nicht mehr angetreten war.

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