Aufgrund der Coronakrise fanden die Stichwahlen der Oberbürgermeister in Bayern per Brief statt. Auf die Wahlbeteiligung hat dies keine negative Auswirkung.

Die Wahlbeteiligung bei den Oberbürgermeisterwahlen in Bayern in diesem Jahr ist stabil – obwohl im zweiten Wahlgang nur per Brief abgestimmt werden konnte. Während die Wahllokale beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen noch geöffnet waren, blieben sie bei der gestrigen Stichwahl aufgrund der Coronakrise geschlossen. Um die Verbreitung des Virus nicht durch zusätzliche soziale Kontakte zu begünstigen, fand die Stimmenabgabe ausschließlich per Briefwahl statt. Eine Auswirkung dessen auf die Wahlbeteiligung lässt sich statistisch kaum feststellen.

Mit Blick auf die Wahlen in den 16 kreisfreien Städten (ausgenommen der Stadt Regensburg, von wo aktuell noch kein Ergebnis gemeldet wurde) verzeichnen die Stichwahlen überall eine teils deutliche Steigerung der Wahlbeteiligung um eine mittlere bis hohe einstellige Prozentzahl. In kaum einer Stadt lag die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl unter der des ersten Wahlgangs. Lediglich in Rosenheim ist ein Minus von 0,2 Prozent bei der Wahlbeteiligung zu verzeichnen: von 47,5 Prozent im ersten Wahlgang auf 47,3 Prozent in der Stichwahl.

In Summe ist keine signifikante Veränderung der Wahlbeteiligung festzustellen. Ausschläge in Einzelfällen lassen sich daher wohl eher mit lokalen Besonderheiten erklären und damit, wie es den örtlichen Kandidaten gelungen ist, ihre Klientel zu mobilisieren.

Das Foto oben zeigt die Auszählung der Briefwahlunterlagen in Augsburg. Zum Schutz vor dem Coronavirus arbeiteten die Wahlhelfer hier mit Handschuhen und Mundschutz.

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