Die Stadt Darmstadt startet eine Datenplattform. Darauf vernetzt sie Informationen und macht urbane Zustände und Prozesse transparent.

Die hessische Stadt Darmstadt bietet pionierhaft eine städtische Datenplattform an. Darauf macht sie aktuelle Stadtdaten transparent. Unter anderem können Bürger hierüber Umwelt- und Verkehrsdaten, beispielsweise Echtzeitwerte zur Luftqualität, zum Fahrzeugaufkommen, zur ÖPNV-Auslastung oder zur Parkplatzsituation, abrufen. Zudem ist die Stadtgesellschaft an der Weiterentwicklung der Datenplattform beteiligt. (Zu finden ist die Datenplattform im Web hier: datenplattform.darmstadt.de.)

Darmstädter Datenplattform vernetzt Informationen

Seit dem 1. Februar ist die Datenplattform verfügbar. Bei einer virtuellen Pressekonferenz am 15. Februar stellten OBM Jochen Partsch, die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus und Jose David da Torre Suarez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH, das Projekt vor. Das Land Hessen fördert den Aufbau der Datenplattform mit rund 800.000 Euro.

Die Datenplattform bildet urbane Daten ab und setzt sie in Bezug zueinander. Sie fügt Informationen aus unterschiedliche Datenquellen, Sensoren und Messungen zusammen. Grafische Visualisierungen veranschaulichen die Statistiken. Beispielsweise werde hinsichtlich der Verkehrs- und Umweltdaten dadurch ablesbar, wie das Pkw-Aufkommen mit der Luftreinheit korreliert, erklärt Partsch. Dies vermittele wichtige Erkenntnisse für die Stadtsteuerung, in diesem Fall im Bereich der Verkehrsplanung sowie des Umwelt- und Gesundheitsmanagements.

Mehr Bürgerbeteiligung und digitale Infrastruktur der Zukunft

Zudem soll die Datenplattform der Bürgerbeteiligung dienen. Noch in diesen Tagen sind die Bürger dazu aufgerufen, Hinweise darauf zu geben, welche Informationen sie sich auf der Plattform wünschen. Zudem lassen sich Ziele und Entwicklungsstände wichtiger städtischer Projekte auf der Plattform darstellen. Für die Bürger bedeute dies mehr Transparenz in Bezug auf „urbane Zustände und Fortschritte“, meint Partsch. Dies diene auch der Versachlichung von Debatten.

Die Datenplattform sei ein „zentrales Projekt“ für die Digitalstadt Darmstadt. Für digitale Anwendungen gilt Darmstadt ohnehin als Pionierin. Die Datenplattform diene der weiteren Vernetzung einzelner Anwendungen und Sensoren. Dies bedeute einen wichtigen Schritt für die Digitalisierung der Stadt auf ihrem Weg zur Smart City und biete die Grundlage für eine moderne, digitale Infrastruktur, die neue, miteinander vernetzte „Internet of Things“-Lösungen ermögliche. Dafür nehme Darmstadt eine Vorreiterrolle ein. Ministerin Sinemus erhofft sich eine Übertragbarkeit der Datenplattform auf andere Kommunen.

Die Umsetzung der Datenplattform erfolgt laut städtischer Presseinformation durch ein Bieterkonsortium bestehend aus ekom21 – KGRZ Hessen, dem [ui!] Urban Software Institute, ein führendes Software- und Beratungsunternehmen für nachhaltige Lösungen im Bereich Smart City, sowie dem Darmstädter Rechenzentrum DARZ.

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