Ruhr-Städte entwickeln zusammen eine Open-Data-Plattform. Die Bereitstellung öffentlicher Daten soll gesellschaftliche Progression und Teilhabe begünstigen.

Die Stadt Recklinghausen bringt sich in das Open-Data-Portal der Metropole Ruhr ein. Dies teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Das Portal befindet sich noch in seiner Testphase. Dennoch wolle man die Gelegenheit ergreifen, schon in der Entwicklungszeit ein aktiver Bestandteil des Portals zu sein, erklärt der Recklinghausener Bürgermeister Christoph Tesche.

Von nun an können Daten wie Arbeitslosenzahlen, Bevölkerungsdichte und der Fahrzeugbestand in Recklinghausen abgerufen werden – ganz ohne den Anruf bei der Behörde. „Barrierefreier Zugang zu kommunalen Daten spielt auch in Recklinghausen eine fundamentale Rolle“, sagt Bürgermeister Tesche. „Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass Bürger auf diese zugreifen können, auch wenn sie sich nicht in den Verwaltungsgebäuden befinden.“

Gesellschaftliche Progression durch Open Data

Die Digitalisierung der Städte hin zu Smart Cities bietet die Chance auf eine höhere Datentransparenz. Gleichzeitig ist die zunehmende Vernetzung von Daten vielerorts Anlass für neue interkommunale Kooperationen. So entwickelt der Regionalverband Ruhr mit Kommunen eine gemeinsame Open-Data-Strategie und schafft eine regionale Open-Data-Plattform. Darauf stellt er öffentlich relevante Daten frei zugänglich zur Verfügung.

Der Aufbau des Open-Data-Portals findet mit dem Gedanken statt, die digitale Transformation dafür zu nutzen, Demokratie zu stärken und mehr Teilhabe zu ermöglichen. „Daten der öffentlichen Verwaltung sind ein öffentliches Gut. Sie stellen komprimiertes Wissen dar, welches in der demokratischen Gesellschaft wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist und Transparenz von Verwaltungshandeln erhöht“, heißt es im Open-Date-Leitfaden der Metropole Ruhr.

Open Data, also öffentlich verfügbare Daten, können demnach nicht nur den Bürgerservice erhöhen, sondern auch beispielsweise Unternehmen einen diskriminierungsfreien Zugang zu grundlegenden Informationen geben, auf denen sich neue Geschäftsmodelle aufbauen lassen. „Letztlich werden somit also nicht nur Demokratie und Teilhabe gestärkt, sondern auch Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung.“

Regionale Kooperation für die digitale Transformation

Neben der Stadt Recklinghausen sind zusammen mit dem Regionalverband Ruhr die Pilotkommunen Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne sowie Stadt und Landkreis Wesel im Projekt „Open-Data-Portal Metropole Ruhr“ beteiligt. Der Regionalverband Ruhr versteht sich als regionale Klammer der Kommunen. Der Aufbau des Open-Data-Portals entspricht seinem Selbstverständnis, Felder der interkommunalen Zusammenarbeit zu identifizieren und für alle gewinnbringend zu bearbeiten. Das Open-Data-Portal findet sich hier: www.opendata.ruhr.

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