Darmstadt arbeitet mit einem Echtzeitrechner an der digitalen Steuerung des Verkehrs. Darin bezieht die Stadt neue Umweltsensoren ein.

Die Stadt Darmstadt baut ein digitales Umweltsensornetz auf. Es sei ein „weiteres wichtiges Digitalstadt-Projekt und ein Meilenstein auf unserem Weg zum digitalen Vorreiter für moderne und nachhaltige Mobilität“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. Das System nimmt Umweltdaten auf und richtet danach die Verkehrssteuerung aus. Dabei geht es vor allem um die Erhebung des einfahrenden und ausfahrenden Gesamtverkehrs in Darmstadt.

„Durch die ausgewerteten Messergebnisse aus dem Umweltsensornetz und die daran angepassten Verkehrssteuerungskonzepte sollen die Bürger und Pendler schon bald feststellen, dass Verkehrsflüsse im Stadtgebiet langfristig optimiert und somit Staus reduziert werden“, erklärt Partsch. Das Projekt „Umweltsensornetz“ der Digitalstadt Darmstadt GmbH, einer kommunalen Tochtergesellschaft, wird gemeinsam mit Verwaltungseinheiten wie dem Verkehrsdezernat und dem Umweltamt organisiert. Es wird durch das Förderprogramm „Saubere Luft“ unterstützt.

Gerade wurden neue Messstationen im Stadtgebiet installiert, die die Luftqualität messen. Die Werte sollen künftig unmittelbar an den städtischen Echtzeitverkehrsrechner übertragen werden. So fließen sie im Sinne einer intelligenten Mobilitätssteuerung direkt in verkehrliche Entscheidungsprozesse ein. Ziel ist, Emissionen zu reduzieren.

Open-Data-Gedanke: Daten für alle verfügbar machen

Durch die flexible, lokale Einsatzmöglichkeit der Sensoren können einzelne Bereiche im Stadtgebiet noch exakter und trennschärfer untersucht werden. „Etwa für Klimaforscher, Biologen oder Umweltingenieure können die erhobenen Umweltdaten so wichtige Erkenntnisse über die Zusammenhänge von Verkehr, Verkehrsarten und klimatischen Bedingungen liefern“, sagt Jose David da Torre Suarez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH. „Nach einer Erprobungsphase sollen die erfassten Umweltdaten dann auch für die Bürger auf unserer gerade entstehenden städtischen Datenplattform mit dem Open-Data-Gedanken zugänglich gemacht werden.“

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