„Waste Watcher“ sollen die Stadt Hagen sauberer machen und illegale Müllkippen verdrängen. Von April bis November beseitigten sie rund 147 Tonnen Müll.

Illegale Müllkippe in Hagen. (Quelle: Stadt Hagen)

Illegale Müllkippe in Hagen. (Quelle: Stadt Hagen)

Die Stadt Hagen setzt „Mülldetektive“ ein, um die Stadtsauberkeit zu erhöhen und illegale Entsorgung einzudämmen. Dafür sind seit April 2019 sogenannte Waste Watcher an allen Wochentagen im Einsatz. Insgesamt suchten die Waste Watcher bis November 2019 knapp 12.000 Müllstellen auf und räumten dabei 147 Tonnen Müll ab. Zudem sprachen sie in circa 1.900 Fällen Verwarnungs- und Bußgelder aus. Dadurch ergaben sich 2019 Einnahmen von insgesamt rund 90.000 Euro für die Stadt. Dies teilte die Stadt am Mittwoch in einer Pressemeldung mit.

„Unser erklärtes Ziel ist es, dass wir uns mit neuen Ideen dem Thema Stadtsauberkeit widmen und mit diesen einen stadtweit sichtbaren Beitrag leisten“, sagt Oberbürgermeister Erik Schulz über die Waste Watcher. Insgesamt sind 16 Mitarbeiter des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) und des Fachbereichs öffentliche Sicherheit der Stadt als Waste Watcher unterwegs. Neben ihren Präsenzstreifen sind die Waste Watcher auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die städtische Pressestelle flankierte zuletzt deren Arbeit mit regelmäßigen Verlautbarungen, um das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Aktiv für Stadtsauberkeit in Hagen: die Waste Watcher mit OBM Erik Schulz. (Quelle: Stadt Hagen/Michael Kaub)

Aktiv für Stadtsauberkeit in Hagen: die Waste Watcher mit OBM Erik Schulz. (Quelle: Stadt Hagen/Michael Kaub)

Das Konzept soll präventiv wirken, indem festgestellte Müllablagerungsplätze unmittelbar beseitigt werden und dadurch dort nicht weiterer Müll „angezogen“ wird. Zudem soll das Anzeigen begangener Ordnungswidrigkeiten eine abschreckende Wirkung entfalten. Im Hinblick auf das Thema der Stadtsauberkeit könne es nur zu einer nachhaltigen Wirkung kommen, wenn der illegal entsorgte Müll auf Dauer konsequent und kurzfristig beseitigt sowie durch mögliche Sanktionen ein flächendeckender Druck auf Verursacher aufrechterhalten werde, teilt die Stadt mit.

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