Was macht der Brexit mit unseren Städten? Trier könnte aufgrund seiner Nähe zum Finanzstandort Luxemburg ein zusätzliches Wachstum erfahren.

Was macht der Brexit mit unseren Städten? Das fragt die OBM-Zeitung 13 Oberbürgermeister der Republik. Im Fokus stehen dabei Kommunen, die eine Städtepartnerschaft zu britischen Städten pflegen. Die Umfrage ist freilich nicht repräsentativ, zeigt aber zumindest für Einzelfälle einen bemerkenswerten Aspekt: Einige der Städte verzeichnen 2019 einen sprunghaften Anstieg an Einbürgerungen von Briten. Etwa steigt die Zahl in Braunschweig von 10 im Jahr 2016 auf 52; in Dresden von 3 auf 60. Mehr dazu gibt es in der aktuellen Ausgabe der OBM-Zeitung (01/20). An dieser Stelle sollen sich in den nächsten Tagen einige OBM-Stimmen aus den Städten wiederfinden. Hier spricht OBM Wolfram Leibe aus Trier.

Wolfram Leibe: „Uns verbindet die gemeinsame Geschichte“

„Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist zunächst ein politisches Thema, das sich nicht unmittelbar auf die kommunale Ebene übertragen lässt“, sagt der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe über den Brexit. Trotzdem habe der Brexit letztlich auch eine kommunale Dimension. „Wir sind aufgefordert, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und die Vorteile eines friedlichen europäischen Miteinanders noch stärker zu betonen.“

Trier pflegt seit den 1950er Jahren eine Partnerschaft zur britischen Stadt Gloucester. „Uns verbindet die gemeinsame Geschichte, da wir zwei Römer-Städte sind“, sagt Leibe. Die Städteverbindung sei getragen von einem breiten bürgerschaftlichen Engagement.

Indirekte Auswirkungen auf Trier?

Für die Stadt selbst könnte der Brexit sogar eine impulsgebende Wirkung entfalten. „Unsere Schwesterstadt Luxemburg ist ein internationaler Finanzplatz“, so Leibe. Im Falle eines harten Brexits sei es denkbar, dass sich hier Akteure des Bankensektors bündelten. „Wir gehen davon aus, dass in diesem Fall in unserer Stadt der Brexit Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben könnte. Es dürfte zu einer weiter verstärkten Nachfrage kommen.“

Hier spricht OBM Octavian Ursu aus Görlitz.

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