Zum internationalen Frauentag ruft die stellvertretende Städtetagpräsidenten Katja Dörner zu weiblichem Engagement in der Kommunalpolitik auf.

„Wir brauchen in Politik und Verwaltung Bedingungen, die es Frauen leichter machen, ein kommunalpolitisches Mandat zu übernehmen“, sagt Katja Dörner, die Oberbürgermeisterin von Bonn. Der Frauenanteil unter deutschen Oberbürgermeistern pendelt um zehn Prozent. Nach Informationen des Deutschen Städtetags liegt der Frauenanteil in Lokalparlamenten bei durchschnittlich 27 Prozent. Dies gelte es zu ändern, sagt Dörner, stellvertretende Städtetagpräsidentin, in einem Videostatement zum heutigen internationalen Frauentag. Das Video Dörners ist über die Plattform Youtube hier abrufbar.

„Zu wenige Frauen in den Räten und Rathäusern“

Dörner ruft die demokratischen Parteien zu einem größeren Engagement für mehr Gleichstellung auf – auch im politischen Kontext, um Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen. Es sei eine Aufgabe der Parteien, Frauen für Wahlämter aufzustellen und sie auf ihrem politischen Karriereweg zu unterstützen.

„Gleichstellung ist für mich erst dann erreicht, wenn es in allen Lebensbereichen irrelevant ist, welches Geschlecht man hat.“ Dabei spiele auch die Vereinbarkeit von politischer Arbeit und Familienalltag eine Rolle. Dafür könnten flexiblere Sitzungszeiten und digitale Formate Lösungsansätze sein.

Die Lebensrealität in der Politik abbilden

Letztlich gehe es auch darum, die Lebensrealität in der Politik abzubilden. „Weil wir zu wenige Frauen in den Räten und Rathäusern haben, werden wichtige Perspektiven ausgeblendet“, meint Dörner. Für eine geschlechtssensible Politik sei das Engagement von Politikerinnen unerlässlich.

„Wir brauchen mehr Frauen in Rathäusern und Stadtparlamenten. Denn ohne Frauen ist kein Staat zu machen, gerade in den Kommunen“, meint Dörner. Seit 2020 ist die Oberbürgermeisterin in Bonn.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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