In Mönchengladbach gründet sich ein Impfbündnis mit Unterstützung der Stadt. OBM Hans Wilhelm Reiners ist Schirmherr.

Die “Kommunale Gesundheitskonferenz” in Mönchengladbach hat ein Impfbündnis gegründet. Schirmherr ist OBM Hans Wilhelm Reiners. Das Impfbündnis richtet sich insbesondere gegen die Masern, aber auch gegen weitere Infektionskrankheiten. Aus kommunaler Perspektive setzt es in der aktuellen Diskussion um die Impflicht ein Signal für die Bedeutung des Impfens.

Auch wenn es in Mönchengladbach seit einem Masernausbruch im Jahr 2006 mit fast 180 Fällen nur noch vereinzelte Maserninfektionen gegeben habe, hält die Kommunale Gesundheitskonferenz diese Situation für nicht weiter hinnehmbar. Dem will das “Bündnis gegen Masern – Bündnis für Impfen” entgegen wirken. Ziel der Bündnispartner ist es, die Durchimpfungsrate in allen Bereichen (nicht nur bei Masern) zu steigern, Impflücken zu schließen und den hohen Stellenwert des Impfens für die Gesundheit der Bevölkerung zu verdeutlichen, so die Presseinformation der Stadtverwaltung.

Gängige Aufklärungskampagnen hätten bislang nicht die gewünschten Effekte erzielt. Daher gehe das Impfbündnis Mönchengladbach nun neue Wege in der Bewusstseinsbildung. Zur Teilnahme sind neben den Institutionen der Gesundheitsversorgung auch Firmen, Betriebe, Vereine, Behörden, Schulen oder Kitas aufgerufen. Gerade die nicht primär im medizinischen Bereich tätigen Bündnispartner sollen dabei den “Impfgedanken” in die Breite tragen. Unterstützt werden die Bündnispartner von der Kommunalen Gesundheitskonferenz. Zudem soll das Impfbündnis regional auf die Partner im Netzwerk Gesunder Niederrhein ausgeweitet werden.

Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung sind die Durchimpfungsraten in der Bevölkerung oft zu niedrig. Bei Kindern bestünden Lücken insbesondere bei der Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten und Hepatitis B. Erwachsene zeigten vor allem bei den Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten keinen ausreichenden Schutz. Auch gegen Masern seien viele junge Erwachsene nicht ausreichend geschützt. Nach den Zahlen der Weltgesundheitsorganisation steigt die Zahl der Masernfälle in Europa seit zwei Jahren dramatisch. Nordrhein-Westfalen führt die Statistik der Masernfälle in Deutschland in den Jahren 2017 und 2018 an.

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