Die Stadt fordert den Chemnitzer FC auf, die Trauerbekundungen für einen verstorbenen Hooligan aufzuklären.

Die Stadt Chemnitz nimmt Stellung zu den Ereignissen im Stadion des Chemnitzer FC, bei denen im Zusammenhang mit einem Regionalligaspiel auf Transparenten einem verstorbenen Rechtsextremen gedacht wurde, der im Umfeld des Klubs aktiv war. Vom Verein fordert sie eine Aufklärung.

 

„Mit Befremden und Unverständnis“ habe man „die Ereignisse zur Kenntnis genommen“, teilt die Stadtverwaltung mit. „Chemnitz ist und bleibt eine weltoffene, tolerante und friedliche Stadt. Wir distanzieren uns deshalb ausdrücklich von allen rassistischen und rechtsextremen Handlungen und Statements.“ Den Chemnitzer FC fordert sie auf, „das Geschehene schnell auszuwerten und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen“.

 

Pikant ist außerdem, dass die Stadt Eigentümerin des Stadions ist, in dem der Chemnitzer FC aufläuft. Zudem erschütterten teils rechtsextreme Tumulte im vergangenen Sommer die sächsische Stadt. Darüber und wie Chemnitz in Folge mit der unliebsamen Aufmerksamkeit umging, erklärt OBM Barbara Ludwig in der aktuellen Ausgabe der OBM-Zeitung (1/19).

 

Verein reagiert

 

Bundesweit erreichte der Fall beim Chemnitzer FC Aufmerksamkeit und ruft laute Empörung hervor. Im Verein sorgte er für ein Beben, das personelle Konsequenzen zur Folge hat. Geschäftsführer Thomas Uhlig legte seine Ämter nieder. Der Klub erstattet Strafanzeige gegen Unbekannt wegen aller in Betracht kommenden Delikte.

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