Städtetagpräsident Burkhard Jung unterzeichnet die „Erklärung gegen Sexismus“. Die Städte seien Orte des friedlichen Zusammenlebens.

„Wir wollen einen öffentlichen Raum, in dem sich alle sicher fühlen können – unabhängig vom Geschlecht und der Uhrzeit.“ Dies ist eines der Statements in der „Gemeinsamen Erklärung gegen Sexismus und sexuelle Belästigung“, die Familienministerin Christine Lambrecht heute mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren unterzeichnet hat. Aus Perspektive der Städte hat Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags und OBM von Leipzig, unterschrieben.

Jung: „Städte stehen für offene Gesellschaft ein“

Die Städte stünden „für eine offene Gesellschaft ein, in der Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts keinen Raum haben“, erklärt Jung die Intention seines Engagements. Die Städte wollten „Orte des freien und friedlichen Zusammenlebens sein“. Dazu gehöre es, sexistische Bemerkungen und Gesten nicht zu dulden. Denn im Einzelfall könnten diese zu handfesten Belästigungen oder sogar sexualisierter Gewalt führen.

„Wir verstehen es als eine Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte, Sexismus und sexualisierte Gewalt in all ihren Erscheinungsformen zu verhindern und zu beenden“, heißt es im Text der Erklärung. Die Erklärung gegen Sexismus und sexuelle Belästigung sei ein öffentlicher Aufruf, „noch besser aufeinander Acht zu geben“, sagt Jung.

Es brauche Aufklärungsarbeit und Sensibilität, um zu erspüren, wo aus Geschlechterklischees in den Köpfen herabwürdigendes Verhalten droht. Jung: „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Rollenstereotype weiter abgebaut werden. Das fängt mit der frühkindlichen Erziehung an und muss in Bildungseinrichtungen weiter vertieft werden. Dann schaffen wir auch die Voraussetzung dafür, dass junge Menschen ihren Berufsweg unabhängig vom Geschlecht einschlagen.“

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