OBM Ullrich Sierau aus Dortmund bezieht eindeutig Position: Ein Konzert des Sängers Xavier Naidoo sei unvereinbar mit den demokratischen Werten der Stadt.

„Dieser Weg wird kein leichter sein“, singt Xavier Naidoo in einem seiner bekanntesten Lieder – und nach Dortmund führt er wahrscheinlich nicht. Denn Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat eine eindeutige Meinung über den Musiker: „Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt und auch nicht jene Anhänger seiner Musik, die seine Positionen teilen.“ Daher steht ein Konzert des Musikers im Westfalenpark auf der Kippe.

OBM Sierau: Naidoo-Konzert passt nicht zur Stadt

„Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Xavier Naidoo und seine Äußerungen passen nicht hierher“, sagt Sierau. Das Konzert sei nicht vereinbar mit dem Charakter einer weltoffenen, vielfältigen und toleranten Stadt. Mit dem Veranstalter des für den 5. September geplanten Events suche man nach Alternativen. Ohnehin stehe die Veranstaltung angesichts der Coronakrise unter dem Vorbehalt des Gesundheitsschutzes und dann gültiger Auflagen.

Naidoo sorgte zuletzt wiederholt mit öffentlichen Äußerungen für Aufregung, die eine rassistische Tendenz aufzeigen und Verschwörungstheorien begünstigen. Daher verlor der Sänger auch seinen Posten in der Jury der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“. Naidoo wies die Vorwürfe zurück und behauptete, sich stets gegen Ausgrenzung und für Liebe und Respekt zu engagieren.

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