Freiburg schafft ein Modell für innerstädtisches Energiemanagement. Der „eCampus“ koordiniert Energieproduktion und -bedarf von Gebäuden.

Mit ihrem Projekt „eCampus“ verfolgt die Stadt Freiburg modellhaft eine liegenschaftsübergreifende Steuerung von sechs Gebäuden. Damit möchte sie multisektoral die Aspekte Strom, Wärme, Kälte und Mobilität integriert managen. Zudem zielt das Projekt darauf ab, die Erzeugung von regenerativen Energien mit deren Verbrauch ideal zu verknüpfen. Die Stadt verspricht sich davon, somit ein „Vorbild für innerstädtische Gebäudeensembles“ zu schaffen.

„eCampus“ als Beitrag zur Klimaneutralität in Freiburg

Gefördert wird der „eCampus“ im Freiburger Stadtteil Stühlinger vom Bundesumweltministerium. Insgesamt erfordert er Investitionen in Höhe von 6,53 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 5,19 Millionen Euro. Bei der Übergabe des Förderbescheids vor wenigen Tagen sprach Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter im Zusammenhang mit dem Projekt von einem „Leuchtturm“. „eCampus“ könne einen „Beitrag zum Klimaschutz im Innenstadtbereich“ leisten. Das „überzeugende“ Konzept sei auf andere Kommunen übertragbar, so Schwarzelühr-Sutter.

In Freiburg steht der „eCampus“ im Kontext der Anstrengungen der Stadt für Klimaneutralität. Dafür forciert die Stadt bei der Energieversorgung den Einsatz erneuerbarer Energien, engagiert sich für eine energieeffiziente Bauweise und eine klimafreundliche Verkehrspolitik. Die Freiburger Verwaltung will sich bis 2030 klimaneutral ausrichten. Die Stadt will bis 2050 klimaneutral werden. Vom Einsatz der regenerativen Energien im Zusammenhang mit dem „eCampus“ erwartet sie sich jährliche Einsparungen an Energiekosten in Höhe von bis zu 500.000 Euro.

Ein zentraler Energiecampus für sechs Gebäude

Der Aufbau des „eCampus“ verknüpft das Energiemanagement von sechs öffentlichen Gebäuden – Schulen, Kita und Verwaltungsgebäude – miteinander. Auf diese Weise sollen die Potentiale erneuerbarer Energien bestmöglich ausgeschöpft werden. Es handelt sich um Gebäude unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Energiebedarfen.

Konkret geht es um die Nutzung zentraler Wärmespeicher, eine nachhaltige Batterietechnologie, die Eigennutzung von Fotovoltaikstrom und den Einsatz von Wärmepumpen. Mit dem „eCampus“ sollen bis 2025 Fotovoltaikanlagen auf einer Fläche von 900 Quadratmetern, zwei Geothermieanlagen, vier Wärmepumpen, Wärmespeicher sowie eine Vanadium-Redox-Flow-Batterie errichtet werden. Diese Anlagen sollen die gemeinsame Basis für die Energieversorgung der sechs Gebäude schaffen. Zudem zielt der „eCampus“ darauf, die Infrastruktur an Ladestationen für Elektrofahrzeuge in das Energiemanagement einzubeziehen.

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