Der Kohleausstieg sorgt für die Transformation ganzer Regionen. Ein neuer Wettbewerb des Bauministeriums sucht Ideen für den Strukturwandel.

Es geht um die tiefgreifende Transformation ganzer Regionen: Ein neuer Wettbewerb des Bundesbauministeriums fokussiert angesichts des Kohleausstiegs die Lausitz, das Rheinische Revier und das Mitteldeutsche Revier. Mit dem Wettbewerb prämiert das Bauministerium herausragende Ideen und Projekte von Akteuren aus Kommunalverwaltungen, Zivilgesellschaft und gemeinnützigen Unternehmen für den örtlichen Strukturwandel.

Inspirierende Beiträge zum Strukturwandel

Bauministerin Klara Geywitz hat den Wettbewerb unter dem Motto „Mitmachen, gemeinsam machen: Wir gestalten den Strukturwandel unserer Region“ heute ausgelobt. Insgesamt werden fünf Gewinner ausgezeichnet. Dafür steht ein Preisgeld von jeweils 20.000 Euro bereit. Es geht darum, Initiativen in den Blickpunkt zu rücken, die positiv auf die lokale Lebensqualität wirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Einsendeschluss für die Projektideen ist der 15. November. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) begleitet und unterstützt dann die Gewinner auf dem Weg zur Entwicklung eines förderfähigen Vorhabens.

„Die Menschen in den Regionen sind Experten in eigener Sache: Sie wissen am besten, wie sie sich ihr Lebensumfeld vorstellen, was ihre Region ausmacht, welche Stärken sie hat und welche Chancen sich daraus für eine gute Entwicklung ergeben – sozial, wirtschaftlich und ökologisch“, sagt Geywitz. „Die besten Ideen für die Gestaltung des Strukturwandels entstehen vor Ort, in den Städten und Gemeinden.“ Von dem Wettbewerb erhofft sie sich demnach „inspirierende Beiträge“.

Weites Themenspektrum zum Strukturwandel

Die Ausschreibung adressiert nach Informationen des Ministeriums „alle Themen, die sich auf den Strukturwandel und die damit verbundenen Ziele der regionalen Entwicklung beziehen“. Das Spektrum ist weit und reicht von Bildung und Beschäftigung über zivilgesellschaftliches Engagement und Daseinsvorsorge bis hin zu ökologischer Nachhaltigkeit, Aufwertung des öffentlichen Raumes, zu Zwischennutzungen von Flächen sowie zur Tourismus-, Kultur- und Kreativwirtschaft. Zudem möchte der Wettbewerb idealerweise kommunale Partnerschaften zum Wissenstransfer hinsichtlich des Strukturwandels honorieren.

Über die Einsendungen entscheidet eine Jury, in der Vertreter des Bauministeriums, des BBSR sowie Experten aus Wissenschaft und Regionalplanung sitzen. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet unter www.bbsr.bund.de/ideenwettbewerb-strukturwandel.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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