Das Innenministerium beauftragt eine Koordinierungs- und Transferstelle Smart Cities. Sie soll digitale Innovationen in die Breite tragen.

Das Bundesinnenministerium hat ein Konsortium damit beauftragt, eine neue Koordinierungs- und Transferstelle Smart Cities einzurichten und zu betreiben. Sie soll für Kommunen eine Anlaufstelle für Smart-City-Vorhaben sein. Konkret begleitet sie die Kommunen, die in der Förderkulisse „Modellprojekte Smart Cities“ aktiv sind. Die Koordinierungs- und Transferstelle soll die Skalierbarkeit und Übertragbarkeit der Erkenntnisse aus den Modellprojekten in die Breite organisieren.

„Modellprojekte Smart Cities“ im Fokus

Laut Ausschreibung endet die Vertragslaufzeit zwischen dem Bundesinnenministerium und dem Konsortium für den Betrieb der Smart-City-Transferstelle im Jahr 2030. In den ersten beiden Staffeln des Wettbewerbs „Modellprojekte Smart Cities“ 2019 und 2020 wurden zusammen 45 Kommunen gefördert. In der dritten Staffel 2021 sind es 28. Insgesamt spricht die Ausschreibung davon, dass die Förderung von rund 85 Projekten angestrebt sei und eine vierte Förderstaffel hinzukommen könne.

Das Konsortium wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt angeführt. Daran beteiligt sind außerdem unter anderem die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie für Experimentelles Software Engineering (IESE), das Deutsche Institut für Urbanistik, das Stadtplanungsunternehmen Creative Climate Cities und das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos.

Smart-City-Transferstelle soll Wissenstransfer gestalten

Die Smart-City-Transferstelle zielt darauf, einzelne Innovationen und Erfahrungen aus der Praxis, was die Digitalisierung in Kommunen betrifft, in der Breite zugänglich zu machen und dadurch den digitalen Fortschritt zu beschleunigen. Dafür möchte sie eine die Kommunen vernetzende Rolle einnehmen und den Wissenstransfer gestalten. So soll der interkommunale und interdisziplinäre Fachaustausch über die Entwicklung erfolgreicher Smart-City-Projekte und Digitalisierungsstrategien gefördert werden.

„Die neue Transferstelle soll die Voraussetzungen für den Wissensaustausch nicht nur zwischen den geförderten Kommunen schaffen, sondern weit darüber hinaus. Ziel ist es, dass alle interessierten Städte, Gemeinden und Landkreise davon profitieren können“, sagt Jens Libbe, Leiter des Forschungsbereichs Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen am Deutschen Institut für Urbanistik. „Bestehende nationale und internationale Expertise – etwa die der kommunalen Spitzenverbände und anderer Interessenvertretungen – soll bei der bis Ende 2030 geförderten Maßnahme explizit eingebunden werden.“

Info: Die Fachmedien „Der Neue Kämmerer“ und „OBM-Zeitung“ veranstalteten unlängst ein Webinar, das sich der Digitalisierung in Städten auch im Kontext von Förderprogrammen wie „Modellprojekte Smart Cities“ widmete. Das Webinar „Bausteine für eine effektive und nachhaltige Digitalisierung“ ist online hier abrufbar.

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