Die Welterbestadt Bamberg arbeitet an ihrem urbanen Profil der Zukunft. Dafür hat sie einen Zukunftsrat gegründet. Der soll Raum zum Querdenken geben.

Die Stadt Bamberg hat am Montag einen „Zukunftsrat“ eingerichtet. „Der Zukunftsrat soll Denkanstöße und Impulse für die Stadt von morgen liefern und den Stadtrat in wichtigen Entwicklungsfragen beraten“, erklärt OBM Andreas Starke die Aufgaben des neuen Gremiums. Es gehe nicht darum, fertige Konzepte und Lösungen zu erarbeiten, sondern vor allem, drängende gesellschaftliche Herausforderungen im kommunalen Kontext zu thematisieren. Darüber berichtet der Zukunftsrat im Stadtrat. Dieser hatte die Einführung des Zukunftsrats im Dezember 2019 beschlossen.

Aufgabe des Zukunftsrats ist, aktuelle urbane Entwicklungsthemen wie Mobilitätswende und Digitalisierung mit der lokalen Lebenswirklichkeit und dem Profil Bambergs als Welterbestadt abzugleichen. Der Zukunftsrat soll die verschiedenen Aspekte einer lebendigen Innenstadt erörtern. Dies betrifft etwa Fragen zu Wohnen, Leben, Arbeiten und Verkehr in der Welterbestadt, aber auch bezüglich Nachhaltigkeit und Wachstum, Bürgerbeteiligung, wirtschaftlicher Prosperität oder des Erhalts der sozialen Durchmischung. Gründungsmitglieder des Zukunftsrats sind neben dem OBM und seinem Wirtschaftsreferenten vorwiegend lokal verwurzelte, interdisziplinär zusammenarbeitende Wissenschaftler und Professoren.

Querdenken für die Zukunft der Stadt

„Im Zukunftsrat wollen wir querdenken, Ideen und Pilotprojekte vorschlagen, um die Einzigartigkeit Bambergs weiterzuentwickeln“, sagt Ratsmitglied Claus-Christian Carbon.

Dazu gehören digitale Projekte: „Wir sollten die Digitalisierung aktiv nutzen, um Lösungen für die Alltagsprobleme der Bewohner der Stadt zu entwickeln“, ergänzt Ute Schmid. Aber nicht nur: „Das Wichtigste ist, bei aller Digitalisierung, den Blick auf das Analoge nicht aus den Augen zu verlieren. Wir sind Menschen und somit abhängig voneinander und von einem gelingenden Miteinander“, unterstreicht Ratsmitglied Nora Gomringer die Bedeutung der Frage nach kommunikativer Interaktion in der Stadtgesellschaft für die Arbeit des Zukunftsrats.

Das Foto oben zeigt die Gründungsmitglieder des Zukunftsrats, von links: Ute Schmid (Universität Bamberg), Nora Gomringer (Künstlerhaus Villa Concordia), Claus-Christian Carbon (Universität Bamberg), Christian Zagel (Hochschule Coburg), Ulrich Krackhardt (zweiter Vorsitzender des Bürgervereins Bamberg-Mitte), OBM Andreas Starke.

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