Die Kaiserslauterer Lokalpolitik beschäftigt sich mit dem Brennpunktviertel Asternweg. 2015 richtete eine preisgekrönte Vox-Dokumentation ein Schlaglicht auf das Quartier.

Der Asternweg in Kaiserslautern bleibt ein Thema für die Lokalpolitik. Der Kaiserslauterer Baudezernent Peter Kiefer (FWG) hat am Montag im Stadtrat angekündigt, ein Konzept zur schnelleren Sanierung der städtischen Schlichtwohnungen im Asternweg und im Geranienweg vorlegen zu wollen.

 

Sozialer Brennpunkt: der Asternweg in Kaiserslautern. Quelle: Andreas Erb.

Eine zweifelhafte nationale Berühmtheit erreichte das Viertel im Jahr 2015, als eine Dokumentation des TV-Senders Vox über den sozialen Brennpunkt berichtete. Die Vox-Sendung erhielt später für ihre Berichterstattung den renommierten Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Reportage/Dokumentation. In Kaiserslautern schlug der Beitrag nach seiner Ausstrahlung hohe Wellen und rückte den Stadtteil in den Fokus der Öffentlichkeit. Dabei gab die Lokalpolitik um OBM Klaus Weichel (SPD) nicht immer ein souveränes Bild ab. Doch seit der Ausstrahlung ist auch ein starkes bürgerschaftliches Engagement für die Quartiersentwicklung erkennbar. Vox begleitete die Geschehnisse weiter und zeigte 2016 eine zweite Reportage.

 

Die jetzige Entscheidung im Stadtrat geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Der Beigeordnete Kiefer verwies zudem auf das vom Stadtrat im Juli 2015 beschlossene Bauprogramm, wonach ein bis zwei Aufgänge der Schlichtwohnungen pro Jahr saniert werden. Dessen Umsetzung werde voraussichtlich bis Ende 2025 dauern. Man wolle nun aber ein Konzept entwickeln, wie der Wohnungsbestand schneller, konkret bis Ende 2023, saniert werden kann. Laut städtischer Pressemeldung sind zum Jahresende voraussichtlich 69 der insgesamt 168 Wohnungen in den beiden Straßen saniert.

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