Bundespräsident Steinmeier und Italiens Staatspräsident Mattarella loben zum zweiten Mal einen Städtepartnerschaftspreis aus.

Der Städtepartnerschaftspreis, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein italienischer Amtskollege Sergio Mattarella initiiert haben, wird zum zweiten Mal ausgeschrieben. Die beiden Staatsoberhäupter rufen Kommunen abermals dazu auf, sich mit ihren partnerschaftlichen Projekten zu bewerben. Der Preis zielt darauf ab, herausragende städtepartnerschaftliche Projekte zu würdigen und auf diese Weise im Geiste der europäischen Integration die Verbindungen zwischen Deutschland und Italien auf kommunaler Ebene zu vertiefen.

Auszeichnung für Städtepartnerschaften

Der Preis geht an vorbildliche Projekte, die den interkommunalen und gesellschaftlichen Austausch über die Landesgrenzen hinweg fördern. In seiner zweiten Auflage möchte der Preis laut Steinmeier seinen Fokus verstärkt auf „Zukunftsthemen“ richten. Prämiert werden Projekte beim Jugendaustausch, zur kulturellen Zusammenarbeit und beim bürgerschaftlichem Engagement. Zudem adressiert der Preis Themen wie Nachhaltigkeit, europäische Integration, Innovation oder Digitalisierung.

Dotiert ist der Preis mit 200.000 Euro. Er gliedert sich in verschiedene Einzelpreise, die jeweils mit einem Preisgeld von bis zu 50.000 Euro ausgestattet sind. Finanziert wird der Preis hälftig von der deutschen und der italienischen Regierung. Die Bewerbungsfrist endet am 14. April. Die offizielle Preisvergabe ist im zweiten Halbjahr 2023 vorgesehen. Infos zu Bewerbung und Ausschreibung gibt es hier: www.diplo.de/2572142.

Die verbindende Kraft der Städtediplomatie

Ausgelobt hatten Steinmeier und Mattarella den ersten „Preis der Präsidenten für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien“ im Zusammenhang mit einer Italienreise Steinmeiers 2020. Angesichts der Coronakrise lenkten sie damit ein Augenmerk auf die verbindende Kraft der Städtediplomatie. Der Preis versteht sich überdies als ein Zeichen für ein solidarisches, geeintes Europa und die engen, freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Er würdigt kommunales Engagement für die deutsch-italienische Freundschaft und den Zusammenhalt in Europa.

2021 wurde der erste Preis der Präsidenten in Berlin vergeben. Er ging an fünf Partnerschaften zwischen deutschen und italienischen Kommunen. Zu den Preisträgern gehören die Stadt Hamm und das italienische Bari, Ludwigsburg und Bergamo, Giengen an der Brenz und San Michele di Ganzari, Höchberg und Bastia Umbra sowie Steinhagen und Fivizzano. Insgesamt nahmen mehr als 70 Partnerschaften – also über 140 Kommunen – an dem Wettbewerb teil.

a.erb@stadtvonmorgen.de

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