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Erlangen und Fürth: Aus altem Speiseöl wird Biodiesel

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Die Städte Erlangen und Fürth starten ein Modellprojekt zur Sammlung von genutzten Speiseölen und -fetten. Die gesammelten Öle und Fette sollen der Biokrafterzeugung dienen. Dafür erhalten die beiden Städte eine Förderung durch das Bundesumweltministerium in Höhe von rund 430.000 Euro. Vor wenigen Tagen übergab der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold die Förderbescheide an Oberbürgermeister Thomas Jung (Fürth) und Florian Janik (Erlangen).

„Verbundprojekt Altspeiseölsammlung zur Biokraftstofferzeugung“

Das „Verbundprojekt Altspeiseölsammlung zur Biokraftstofferzeugung“ ist eine innovative und bürgernahe Maßnahme der Kreislaufwirtschaft. Es geht auf eine Initiative der Stadt Erlangen zurück. 2018 hatte sie in drei Stadtteilen mit dem haushaltsnahen Sammeln von Altspeiseölen und -fetten begonnen. Aus den gesammelten Energieträgern wird Biodiesel hergestellt. Damit ersetzen sie mineralischen Diesel. Gleichzeitig erhofft sich die Stadt eine Entlastung ihrer Kanalnetze und Kläranlagen von Speiseölen und -fetten.

Dieses Klimaschutzprojekt wird nun interkommunal und flächendeckend ausgeweitet. Dafür organisiert die Stadt Erlangen ein Sammelsystem. Sie verteilt grüne Flaschen, in denen die Bürger ihre Öle und Fette sammeln können. Parallel informiert sie die Stadtgesellschaft über das Projekt. Im Stadtgebiet werden zudem 16 Sammelautomaten aufgestellt. Hier können gefüllte Flaschen abgegeben werden. Im Tausch gibt es dafür wiederum eine leere Sammelflasche.

Andreas Erb ist Redakteur im Public Sector des F.A.Z.-Fachverlags. Für die Plattform #stadtvonmorgen berichtet er über urbane Transformationsprozesse, die Stadtgesellschaft und die internationale Perspektive der Stadt. Seit 1998 ist der Kulturwissenschaftler als Journalist und Autor in verschiedenen Funktionen tätig, seit 2017 als Redakteur im F.A.Z.-Fachverlag.