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Mutmacher für die Kommune von morgen

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Es geht um „Mutmacher“ und Vorbilder für zukunftsgewandte Projekte: Der KfW Award Leben zeichnet kommunale Initiativen aus, die sich progressiv und innovativ den Herausforderungen für das Gemeinwesen widmen. Im Rahmen des Deutschen Kommunalkongresses, der noch heute in Berlin stattfindet, wurde der Preis gestern Abend zum zweiten Mal verliehen. Er geht an zwölf Preisträger in vier Kategorien und ist dotiert mit insgesamt 40.000 Euro.

KfW Award Leben in vier Kategorien

Die prämierten Projekte sollen als Antwort auf urbane Fragen zum Nachahmen anregen. Vergeben wurde der Preis in den Kategorien „Digitale Bildung“, „Energie- und Wärmewende“ sowie „Bezahlbares und flächeneffizientes Wohnen“. Die vierte Kategorie „Inklusion leben – Behindertensport vereint Kommunen“ hat die KfW gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband ausgeschrieben. Unter den Einsendungen ermittelte eine 16-köpfige Fachjury die Gewinner.

Mit der Preisvergabe wolle man im Zusammenhang mit der nachhaltigen Modernisierung des Landes einen Impuls setzen, so der KfW-Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels. Diese finde maßgeblich auf der kommunalen Ebene statt. „Unsere Kommunen stehen vor den Herausforderungen des Klimawandels, der Digitalisierung und der Demografie – doch mit innovativen Konzepten und mutigen Lösungen können wir die Zukunft gestalten“, sagt Wintels. Die Preisträger seien hierfür vorbildliche Beispiele.

„Digitale Bildung“, „Energie- und Wärmewende“

In der Kategorie „Digitale Bildung“ wählte die Jury das Projekt „MakerSpace“ aus Bendorf, einen generationenübergreifenden Lern- und Werkort in der City, an die Spitze. Zudem wurden die Projekte „MINT in Mind“ aus Mönchengladbach und „Digi IQ – digitale Grundbildung im Quartier“ aus Nürnberg ausgezeichnet.

Die Kategorie „Energie- und Wärmewende“ gewinnt das Vorhaben „Nahwärmenetz Campus Denzlingen“. Im Zuge ihres Strebens nach Klimaneutralität baut die Gemeinde eine Nahwärmeinfrastruktur auf und setzt dabei Grundwasser- und Luftwärmepumpen ein. Sie zeigt, wie auch kleinere Kommunen die Energiewende stemmen können. Den zweiten und dritten Platz der Kategorie erreichen die Projekte „Sozialer Wohnungsbau und Tiefengeothermie“ aus Potsdam sowie „Energy Sharing mit kommunalen Gebäuden“ aus Bakum.

„Bezahlbares Wohnen“ und „Inklusion“

Im Bereich „Bezahlbares und flächeneffizientes Wohnen“ liegt die Initiative „Wohnflächensuffizienz/Wohnflächenbonus“ der Potsdamer Wohnungsbaugesellschaft ProPotsdam an der Spitze. Um dem Wohnraummangel zu begegnen, hat die kommunale Wohnungsgesellschaft ein System entwickelt, mit dem sie Mieter, die ihre Wohnung verkleinern wollen und somit anderen mit höherem Flächenbedarf Platz machen können, unterstützt. Weitere Preise gehen an das Projekt „Wohnen in Quartier“ aus Backnang und die „Sanierung der denkmalgeschützten Knopfhäusle-Siedlung“ aus Freiburg.

Der Preis der Sonderkategorie „Inklusion leben“ geht an das Projekt „ViiAS – Vielfältige, innovative inklusive Angebote im Sport“ aus Darmstadt. Hier arbeiten Stadt und Landkreis über kommunale Grenzen hinweg gemeinsam mit örtlichen Vereinen daran, Sportangebote inklusiv zu gestalten und diesbezügliche Barrieren abzubauen. Weitere Preisträger sind die Projekte „Inklusion im Sport“ aus Aachen und „Inklusiver Sport unter dem Aspekt sozialer Teilhabe“ aus Rostock.

KfW Award Leben: Weitere Berichte im E-Magazin

#stadtvonmorgen begleitet die Preisausschreibung als Partner und berichtet sowohl im nächsten, am 18. Juni erscheinenden E-Magazin, als auch auf dieser Seite in den kommenden Tagen über einzelne Gewinnerprojekte. Das E-Magazin kann mit dem kostenlosen #stadtvonmorgen-Nutzerkonto hier bezogen werden.

Andreas Erb ist Redakteur im Public Sector des F.A.Z.-Fachverlags. Für die Plattform #stadtvonmorgen berichtet er über urbane Transformationsprozesse, die Stadtgesellschaft und die internationale Perspektive der Stadt. Seit 1998 ist der Kulturwissenschaftler als Journalist und Autor in verschiedenen Funktionen tätig, seit 2017 als Redakteur im F.A.Z.-Fachverlag.