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Regensburg formt einen lokalen Green Deal

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Die Stadt Regensburg schließt einen lokalen Green Deal ab. OBM Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat dies am Dienstag bei einem Pressetermin bekanntgegeben. Der „Green Deal Regensburg“ knüpft an die europäischen Klimaziele an und möchte sie vor Ort flankieren.

In der sogenannten Mannheim Message haben sich im Herbst 2020 Kommunen des Nachhaltigkeitsnetzwerks ICLEI Europe, zu dem auch Regensburg gehört, zum European Green Deal und der damit verbundenen gesellschaftlichen Transformation bekannt. Anhand „lokaler Green Deals für ein klimaneutrales, nachhaltiges und integratives Europa“ möchten sie diese auf lokaler Ebene voranbringen.

„Green Deal Regensburg“: Lokal Verantwortung übernehmen

Der European Green Deal zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Mit dem „Green Deal Regensburg“ übernehme man hinsichtlich der Themen Energie, Klimaschutz und Klimaneutralität dahingehend „Verantwortung für die Zukunft“, heißt es in einer städtischen Pressemeldung.

„Mit dem Green Deal wollen wir ein ehrgeizigeres Ziel als bisher erreichen, bis hin zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 60 Prozent gegenüber 1990 bis zum Jahr 2030“, sagt OBM Maltz-Schwarzfischer. Darüber hinaus verfolge man das Ziel, mit lokalen Maßnahmen die eigene Verwaltung bis 2030 und alle städtischen Tochterunternehmen sowie die Gesamtstadt bis 2035 klimaneutral zu machen.

Lokaler Green Deal: Kooperation mit lokalen Akteuren entscheidend

Entscheidend für die Zielerreichung ist die Einbindung der lokalen Akteure und der Stadtgesellschaft. Mit Kooperationsvereinbarungen und konkreten Projekten möchte Maltz-Schwarzfischer Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltverbänden sowie die Bürgerschaft in den „Green Deal Regensburg“ einbeziehen.

Dabei spielen die kommunalen Beteiligungsgesellschaften eine wichtige gestaltende Rolle. Städtische Töchter wie der Energieversorger REWAG, die Stadtwerke und die Stadtbau GmbH sowie die Energieagentur sind bereits Partner des „Green Deal Regensburg“. Der „Green Deal Regensburg“ zielt vor allem darauf ab, die Infrastruktur für eine CO2-freie Versorgung mit Erneuerbaren Energien zu entwickeln.

Ein Instrument zur Zielerreichung ist der sogenannte städtische „Aktionsplan Energie und Klima“. Er definiert Maßnahmen zur Reduzierung des fossilen Energieverbrauchs sowie zur Förderung der Erneuerbaren Energien.

Das Gesamtprojekt „Green Deal Regensburg“ wird von der Energieagentur Regensburg koordiniert. Sie entwickelt zudem etwa konzeptionelle Lösungen für die Energieversorgung von Stadtteilen, für eine CO2-freie Energieversorgung der Industrie, für den Ausbau von Heiz- und Wärmenetzen sowie für den Ausbau von Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden oder für nachhaltige Bauvorhaben.

Schließlich prägt die Stadt den Bereich Nachhaltigkeit als urbanes Profilmerkmal des Standorts aus. Im sogenannten Green Tech Cluster vernetzt sie überregional Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu den Themen Energie und Klimaschutz. Darüber hinaus ergreift sie vor Ort Maßnahmen zur Energie- und Umweltbildung und schafft entsprechende Bildungs- und Informationsangebote.

Das Foto oben zeigt Georg Stephan Barfuß (Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen), Bürgermeister Ludwig Artinger, OBM Maltz-Schwarzfischer und Ludwig Friedl (Geschäftsführer der Energieagentur); von links.

Andreas Erb ist Redakteur im Public Sector des F.A.Z.-Fachverlags. Für die Plattform #stadtvonmorgen berichtet er über urbane Transformationsprozesse, die Stadtgesellschaft und die internationale Perspektive der Stadt. Seit 1998 ist der Kulturwissenschaftler als Journalist und Autor in verschiedenen Funktionen tätig, seit 2017 als Redakteur im F.A.Z.-Fachverlag.